Unsere Verantwortung

GENERATIONEN-
VERBINDER

Demografischer Wandel, Klimawandel, Flüchtlingskrise: Auch uns bewegen die großen Themen unserer Zeit. Darum setzen wir unsere wirtschaftliche Stärke ein, um die Dinge aktiv zum Besseren zu gestalten. Denn wir sind überzeugt, dass langfristig nur erfolgreich sein kann, wer schon heute sein unternehmerisches Handeln auf die gesellschaftlichen Anforderungen von morgen ausrichtet.

21,5 Mio. Menschen werden im Jahr 2040 älter als 66 Jahre sein.

16,2 % der Menschen in Deutschland sind unter 18 Jahre alt.

760.000 ältere Menschen haben in Deutschland Anspruch auf einen Heimplatz – Tendenz steigend.

Ein geselliges Heim, ein gepflegtes Heim – nicht nur ein Pflegeheim

Was zeichnet das gute Leben im Alter aus? Da fallen einem als Erstes ganz praktische Dinge ein: eine gute ärztliche Versorgung, Ruhe und Sauberkeit, ausgewogene Mahlzeiten und, und, und … Aber es gibt noch Anderes, das genauso wichtig ist: Sicherheit und Geborgenheit. Die Teilnahme am Leben, das offene Ohr und eine Gesellschaft, in der man sich wohlfühlt. Deshalb verstehen sich die Häuser der KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH nicht als Pflegeheime, sondern als Orte, die soziale und kulturelle Treffpunkte für Generationen sind, an denen zwar auch gepflegt, aber vor allem gelebt wird.

» Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.«

Wilhelm von Humboldt


1990

Gründungsjahr der KATHARINENHOF Seniorenwohnund Pflegeanlage Betriebs-GmbH

2500

Plätze bietet das Unternehmen an

5

KATHARINENHOF ® ist in fünf Bundesländern vertreten: Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen und Sachsen

2000

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten zum Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner

Neues Leben im historischen Haus

Der Begriff „demografischer Wandel“ lässt sich mit Blick auf unser Land auch deutlicher und drastischer fassen: Deutschland wird älter! Und: Deutschland ist auf diesen Wandel unzureichend vorbereitet.

Ein Beispiel: Chemnitz. Die im Südwesten des Freistaates Sachsen gelegene Stadt ist nach Leipzig und Dresden die drittgrößte Großstadt mit der ältesten Bevölkerung dieses Bundeslandes. Eine Studie der Landesregierung prognostiziert der Stadt für das Jahr 2020 einen Bedarf von 4.000 Pflegeplätzen. Vorhanden waren im vergangenen Jahr allerdings nur rund 3.300 Plätze.

Zu dieser Zahl können jetzt 87 Plätze addiert werden, denn die KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH hat im vergangenen Jahr ein denkmalgeschütztes Gebäude der Deutschen Reichsbahn in eine moderne Pflegeeinrichtung verwandelt. Eröffnung: Im ersten Quartal 2018. Das Interesse in Chemnitz war und ist an diesem Standort groß – schon im September 2017 kamen über 300 Besucher zum „Tag der offenen Baustelle“. Zu erleben war eine harmonische Verbindung zwischen Alt und Neu: Auf der einen Seite der sanierte Altbau des denkmalgeschützten Gebäudes der ehemaligen Deutschen Reichsbahn und auf der anderen Seite die neuen Anbauten mit einer modernen Ausstattung.

Mit dem aufgenommenen Betrieb will man sich besonders Menschen mit einer beginnenden oder fortgeschrittenen Demenzerkrankung zuwenden, um die sich rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern werden. Im Zentrum steht selbstverständlich das körperliche Wohlbefinden der Bewohner. Aber – und das ist der grundsätzliche Anspruch der KATHARINENHOF® – nicht nur, denn ob sich ein Mensch wohlfühlt oder nicht, hängt nicht nur an der Sauberkeit und gutem Essen, sondern auch an sozialen Kontakten und wohnlicher Atmosphäre. Die Pflegephilosophie des KATHARINENHOF® folgt dabei einem Zitat Wilhelm von Humboldts: „Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ Entsprechend gehören das Gespräch, das Verstehen und die individuelle Zuwendung genauso zum Alltag wie ein breites kulturelles Programm, das Verbindung nach außen, aber auch unter den Bewohnern schafft. Das gilt nicht nur für den neuen KATHARINENHOF® in Chemnitz, sondern für alle Standorte: Konzerte und Lesungen, zu denen auch Angehörige und Gäste immer herzlich eingeladen sind, stehen genauso auf dem Programm wie zum Beispiel der Besuch von Kita-Gruppen, etwa zum gemeinsamen Musizieren.

Ein Markt, der wächst …

In den vergangenen elf Jahren ist die Bruttowertschöpfung des Pflegesektors erheblich gestiegen – von EUR 21,3 Mrd. auf EUR 36,3 Mrd. In diesem Rahmen nahm die Pflege in den Heimen um 3,8 % zu.15 Die KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH hat auch im vergangenen Jahr auf diesen wachsenden Markt reagiert. So wurden 2017 zum Beispiel drei Pflegeeinrichtungen des Traditionsanbieters Hamburger Senioren Domizile GmbH übernommen, und im zweiten und dritten Quartal des Berichtsjahres wurden die drei Tagespflegen im Haus Abendstern (Potsdam), im Uferpalais (Spandau) und im KATHARINENHOF Alt-Britz eröffnet.

Von Verantwortung und Ertragskraft

So viel wohlige Wärme wie möglich, so wenig Energie wie nötig.
Ab jetzt wird bei der FACILITA Berlin Strom getankt – auch mit Hilfe einer eigenen und innovativen Lade-Infrastruktur.

Mit Energie in die Zukunft – so könnte man das vergangene Jahr der Deutsche Wohnen bilanzieren, wenn es um das Thema Energie im weitesten Sinn geht. Der verantwortungsvolle Umgang mit Energie ist zugleich auch immer der effiziente Umgang. Dazu zählen in der Wohnungswirtschaft die Dämmung von Gebäuden, moderne Geräte und verbrauchsarme Beleuchtungen. Die Deutsche Wohnen geht aber noch einige Schritte weiter: Die eigene Energieversorgung, E-Mobilität und die kommende Generation sind dabei wichtige Stichworte.

Welche Energieversorgung ist die beste? Die eigene! Sie macht unabhängiger, effizienter und sorgt für eine höhere Ertragskraft. Aus diesem Grund haben wir die Energieversorgung unserer Bestände durch die G+D Gesellschaft für Energiemanagement mbH – ein Joint Venture der Deutsche Wochen und der GETEC – ausgeweitet. Seit dem 1. Januar dieses Jahres werden nun 75 % des zentral versorgten Deutsche Wohnen-Bestands mit Energie beliefert. Davon profitieren auch unsere Mieter: Die G+D tritt als Wärmelieferant auf und kann die Preisgestaltung mitbestimmen. Eine Reduzierung des Wärmepreises kann entsprechend an die Mieter weitergegeben werden.

Zudem hat die G+D im vergangenen Jahr die Stadtwerke Thale übernommen und dadurch ihr Angebot noch weiter ausgebaut. „Mit dem gemeinsamen Erwerb der Stadtwerke Thale konnten wir unsere bestehende Kooperation mit der GETEC erfolgreich erweitern und unsere Partnerschaft auf ein breiteres Fundament stellen – auch außerhalb der Versorgung unserer eigenen Immobilienbestände. Die G+D steigt mit dem Erwerb der Stadtwerke erstmalig in das Endkundengeschäft ein und wird ihre Ertragskraft deutlich steigern“, erklärt Lars Dormeyer, Managing Director der Deutsche Wohnen SE.

Die Stadtwerke Thale betreiben ein umweltfreundliches Nahwärmenetz über zwei Heizkraftwerke mit rund 2.000 Versorgungseinheiten. Und: In der Wärmeerzeugung sind auch zwei Biomethan-Blockheizkraftwerke integriert. Darüber hinaus liefern die Stadtwerke Thale Strom und Erdgas an rund 5.500 Haushalts- und Gewerbekunden in der Region Thale.

Etwas über 200 Kilometer weiter – Richtung Nordosten – wird zwar nicht mit Biomethan-Blockheizkraftwerken Energie erzeugt, aber Benzin eingespart. Die FACILITA Berlin, ein Tochterunternehmen der Deutsche Wohnen, hat im vergangenen Jahr begonnen, ihren Fuhrpark auf Elektromobilität umzustellen. Das ist bei der FACILITA Berlin besonders sinnvoll, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Facility Managements viel unterwegs sind. Sie betreuen rund 92.000 Wohneinheiten der Deutsche Wohnen in Berlin. Neben den klassischen Hausmeisterleistungen stehen die Leerstandsbewirtschaftung, das Qualitätsmanagement für die Aufgangsreinigung, die Grünpflege und den Winterdienst sowie in ausgewählten Portfolios der Concierge-Service auf der „To-do-Liste“. Elf Elektroautos, elf Elektrobikes und 41 Fahrräder gehören heute schon zum modernen und nachhaltigeren Fuhrpark. Die noch übrigen zehn herkömmlichen Pkw werden im Jahr 2018 durch elektrisch betriebene ausgetauscht. Eine wichtige Grundlage war der Aufbau einer innovativen Lade- Infra struktur. An vier Standorten der FACILITA in Pankow, Reinickendorf, Spandau und Steglitz wurden dafür insgesamt elf Ladepunkte installiert.

»Das Wohnen wird immer
eine große Bedeutung haben.«

Die Deutsche Wohnen kann sich zu Recht als ein Schmelztiegel der Generationen bezeichnen, denn insgesamt arbeiten fünf Generationen bei uns: von der Nachkriegs generation über die Babyboomer, die Generation X und Generation Y bis zur Generation Z, also denen, die nach 1996 geboren wurden.

Darüber freuen wir uns, denn unterschiedliche Generationen bringen unterschiedliche Fähigkeiten mit und die Generationenvielfalt trägt zu unserem Erfolg bei. Gleichzeitig ist es so, dass die Wohnungswirtschaft vom demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel betroffen ist. Eine Umfrage aus dem vergangenen Jahr brachte zutage, dass die Hälfte der Unternehmen mit Immobilien als Tätigkeitsfeld schon heute einen „deutlichen“ Fachkräftemangel diagnostiziert. Dazu passt die Zahl, dass eben falls bei rund jedem zweiten Unternehmen die Menge der aktiven Bewerbungen zurückgeht.16 Bei uns ist die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Berichtszeitraum um mehr als 100 Menschen gestiegen. Dass wir erfolgreich neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen, hängt auch damit zusammen, dass wir wissen, dass unterschiedliche Genera tionen unterschiedliche Bedürfnisse haben, auf die wir versuchen so weit wie möglich einzugehen.

Bei der Deutsche Wohnen haben im Berichtsjahr insgesamt rund 1.100 Menschen gearbeitet. Dazu zählen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus technischen Berufen, kaufmännischen Bereichen, aus dem Controlling und vielen anderen Arbeitsfeldern. Zwei von ihnen haben wir zum Gespräch eingeladen: Mareike Stefanowski und Andreas Stein. Beide gehören unterschiedlichen Generationen an und wir wollen wissen, was sie über das Arbeiten bei der Deutsche Wohnen und die Zukunft des Wohnens und des Arbeitens denken …

Mareike Stefanowski

… ist 26 Jahre alt und hat einen Masterabschluss in Medienpsychologie. Nachdem sie 2016 ein einjähriges Trainee-Programm bei der Deutsche Wohnen begonnen hat, arbeitet sie heute im Unternehmen im Bereich Marketing, mit dem Schwerpunkt Interne Kommunikation.

Andreas Stein

… ist seit 2007 bei der Deutsche Wohnen und unterstützt Mieterinnen und Mieter beim Umzug innerhalb des Wohnungsbestands des Unternehmens als Wohnberater. Der heute sechzigjährige studierte Erziehungswissenschaftler war vorher Mitgesellschafter eines Unternehmens, hat ein zweites Studium als Betriebswirtschaftler abgeschlossen und ist ausgebildeter Mediator.

Frau Stefanowski, Herr Stein, was macht für Sie ein motivierendes und angenehmes Arbeitsumfeld aus?

Stefanowski: Es geht um das Gefühl, mit anderen zusammen in einem Team zu arbeiten, in dem man sich austauscht und sich unterstützt. Das ist mir besonders wichtig, weil ich sehr gerne mit anderen Menschen zusammenarbeite. Daneben kommt es natürlich auch darauf an, dass der Arbeitsplatz gut ausgestattet ist und ich schnell kommunizieren kann – auch wenn ich selber oft das Telefon bevorzuge, um mich mit anderen auszutauschen.

Stein: Auch die Wege im Unternehmen müssen stimmen und da gibt es manchmal Situationen, da komme ich nicht so schnell weiter, wie ich gerne würde. Ich finde es auch gut und motivierend, wenn es hin und wieder Diskussionen gibt, weil das am Ende zum Guten führt. Eine „Maulkorbkultur“ gibt es nicht, der Einzelne und seine Stimme werden gehört und gefördert.

Was erwarten Sie da im Einzelnen von der Deutsche Wohnen?

Stein: Dass sie allen Mitarbeitern den Rücken stärkt und es erlaubt, eigene Anliegen einzubringen. Auf der anderen Seite muss es aber auch klare Grenzen geben – das ist ja selbstverständlich. Es kann nicht damit enden, dass jeder macht, was er will.

Stefanowski: Das sehe ich sehr ähnlich. Dazu kommt, dass jeder Mitarbeiter an der richtigen Stelle eingesetzt werden sollte. Also in einem Umfeld, in dem er seine Talente und Stärken am besten entfalten kann. Darüber hinaus sollten auch die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu zählen die Arbeitszeitmodelle, die marktgerechte Vergütung oder Urlaubsregelungen.

Sie sprechen von Arbeitszeitmodellen. Ist Flexibilität dabei etwas, das für Sie persönlich ins Gewicht fällt?

Stefanowski: Ja. Ich finde es sehr gut, dass es Gleitzeit gibt oder die Möglichkeit, im Homeoffice arbeiten zu können – auch wenn ich selber es noch gar nicht genutzt habe. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass ich darauf zurückkomme, wenn zum Beispiel Handwerker zu mir nach Hause kommen. Dies tun zu können, gibt mir ein gutes Gefühl.

Stein: Ich habe bisher auch noch nicht im Homeoffice gearbeitet und finde es aber sehr wichtig, dass unser Unternehmen das anbietet. Ich denke sogar, dass wir die Möglichkeit zum Homeoffice noch ausweiten sollten, damit Familie und Arbeit besser vereinbart werden können.

Was bedeutet lebenslanges Lernen für Sie?

Stein: Das ist unverzichtbar, aber die Haltung dazu ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Dabei hilft es meiner Meinung nach sehr, aus dem Arbeitsalltag herauszuschauen und neue Erfahrungen zu sammeln. Ich selber habe in unserem Unternehmen eine Fortbildung gemacht. Das war eine rund anderthalb Jahre dauernde Ausbildung zum Mediator neben der eigentlichen Arbeit. Bei der Organisation der Zeiten ist mir unser Unternehmen entgegengekommen. Ich war damals Mitte fünfzig und fand es sehr belebend und motivierend, noch einmal etwas Neues – auch mit ganz neuen Leuten – zu machen, auch wenn das Thema Mediation in meinem Arbeitsalltag natürlich täglich eine Rolle spielt.

Stefanowski: Für mich ist das ein ganz wichtiges Thema! Ob im Berufsalltag oder durch Weiterbildungen. In den 1 ½ Jahren, die ich bei der Deutsche Wohnen bin, hat sich unglaublich viel verändert. Manchmal erinnert es mich schon etwas an eine Start-up-Atmosphäre – es passiert einfach in kurzer Zeit so viel Neues und Unerwartetes. Das finde ich wirklich schön und spannend! Auch wenn nicht immer alles, was man beginnt, so wird wie gedacht und man wieder andere Wege einschlagen muss. Aber auch das hat mit lebenslangem Lernen zu tun.

Lassen Sie uns zum Schluss in die Zukunft sehen. Wie werden das Wohnen und die Wohnungswirtschaft in 30 Jahren aussehen? Was meinen Sie?

Stein: Das Wohnen wird immer eine große Bedeutung haben. Ich denke, dass es nicht mehr das lebenslange Nest sein wird, das man sich früh schafft. Es wird mehr Flexibilität geben und es wird mehr Wohnungen geben, die schon eingerichtet sind. Und: Seniorenwohnen und Barrierefreiheit werden eine viel größere Rolle spielen, da werden wir in Zukunft noch weiterdenken müssen. Gleiches gilt auch für den Zuzug in die Innenstädte und Ballungsräume – auch das ist ein Thema, das uns weiter beschäftigen wird.

Stefanowski: Ich denke, dass sowohl das Smarthome, aber auch die Serviceleistungen um eine Wohnung herum zukünftig eine immer größere Rolle spielen werden. Das könnten Angebote wie zum Beispiel Post- und Warenlieferungen oder Carsharing sein.