Unsere Haltung

CHANCEN-
DENKER

Nirgendwo spürt man den gesellschaftlichen und technischen Wandel stärker als in Metropolen. Immer mehr Menschen ziehen hierher, möchten sich in individuellen Lebenskonzepten verwirklichen. Zudem verändert die Digitalisierung fast alle Bereiche des Lebens. Das bringt zahlreiche Herausforderungen für die Immobilienwirtschaft. Wir denken die Chancen und gestalten die Zukunft aktiv mit.

90 % der Befragten aus der Immobilienwirtschaft geben an, dass die Digitalisierung ein sehr relevantes Handlungsfeld für ihr Unternehmen ist.

Rund EUR 4,3 Mrd. wird der Markt für Smarthome-Anwendungen bis 2022 einnehmen.

Seit 2014 nimmt in Deutschland die Zahl der Baugenehmigungen wieder zu.

KRAMPNITZ – MEHR ALS NEUE WOHNUNGEN

Metropolregionen üben eine starke Anziehungskraft aus. Die Wohnungsknappheit nimmt dort weiter zu. Einen besonderen Fall stellt Potsdam dar. Keine andere Landeshauptstadt wächst so schnell. Im vergangenen Jahr wurden rund 1.600 Wohnungen fertiggestellt. Eine Zahl, die beeindruckt, doch der Stadt gehen die Bauflächen aus …

Um den angespannten Potsdamer Wohnungsmarkt zu entlasten, erschließt die Deutsche Wohnen Neubaupotenziale. Dazu zählt auch das 2016 fertiggestellte Neubauprojekt in Potsdam-Babelsberg, das von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mit Gold ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit der Stadt Potsdam entsteht nun ein nachhaltiges Stadtquartier mit rund 1.400 Wohnungen auf dem ehemaligen Kasernengelände in Krampnitz.


Die Mischung aus Neubau, denkmalgeschützten Gebäuden und Natur verleiht dem neuen Quartier einen besonderen Charme. Mit ihrer Expertise im Umgang mit schützenswerter Baukultur führt die Deutsche Wohnen historische Gebäude so behutsam einer neuen Nutzung zu und macht sie fit für das Wohnen von morgen.


1400

Wohnungen entstehen an einem bisher brachliegenden Ort

400

Mio. Euro müssen investiert werden

140

Hektar – so groß ist die gesamte Fläche des neuen Stadtteils

2019

ist als Beginn des Baus festgeschrieben

2021

werden die ersten Bewohner von Krampnitz einziehen

Im Dialog mit der Stadt –
ein neues Quartier entsteht

Die Vision wird jetzt Wirklichkeit. Gemeinsam stellten Bert Nicke vom Entwicklungsträger Potsdam, Deutsche Wohnen-Vorstand Lars Wittan, Oberbürgermeister Jann Jakobs, Potsdams Baubeigeordneter Bernd Rubelt und Deutsche Wohnen- Vorstandsvorsitzender Michael Zahn die Pläne für Krampnitz vor (von links nach rechts).

Das neue Quartier, das in Krampnitz entsteht, ist eine Antwort auf zwei wichtige Fragen unserer Zeit: Wie befriedigen wir die wachsende Nachfrage nach Wohnraum in den Metropolen und Ballungszentren und wie sieht modernes Wohnen von morgen aus? Der Oberbürgermeister von Potsdam, Jann Jakobs, im Gespräch:

Herr Oberbürgermeister, sind Sie froh, dass in Krampnitz bald mit dem Bauen begonnen wird?

Ja, denn unsere Stadt wächst. Allein im vergangenen Jahr ist die Einwohnerzahl auf mehr als 175.000 Menschen gestiegen. Die Entwicklung von Krampnitz wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Potsdamerinnen und Potsdamer mit Wohnungen zu versorgen.

Es werden aber nicht nur Wohnungen entstehen?

Das stimmt, es entsteht ein ganz neues Quartier auf einem alten Kasernengelände. Hier werden die Menschen nicht nur wohnen, sie werden hier auch leben. Dafür sind drei Kitas, eine Grund- und eine weiterführende Schule inklusive der notwendigen Sportanlagen sowie einer Jugendfreizeiteinrichtung geplant. Außerdem sind Flächen für Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie reserviert. Wohnen im Grünen, direkt am Wasser, gut angebunden nach Potsdam und Berlin.

Von der Wende bis zum Baubeginn ist ein langer Weg zurückgelegt worden …

Krampnitz wird ein wichtiger Baustein für den Wohnungsbau in Potsdam. Dafür haben wir mit der Deutsche Wohnen einen finanzstarken und in Denkmalfragen erfahrenen Partner gewinnen können. Manchmal braucht die ideale Lösung etwas mehr Zeit, aber am Ende ist es vor allem das Ergebnis, das zählt, und da bin ich im Fall von Krampnitz ausgesprochen zuversichtlich.

Ein Ort mit Geschichte …

Die Kavallerie- und Panzertruppenschule Krampnitz wurde 1939 in Betrieb genommen. Später – nach 1945 – zog die sowjetische Armee ein. Dann kam eine lange Zeit des Leerstands. 2013 wurde das denkmalgeschützte Ensemble von der Stadt Potsdam als städtebaulicher Entwicklungsbereich definiert. Mit dem gemeinsamen Vertrag der Stadt Potsdam und der Deutsche Wohnen hat das Gelände jetzt nicht mehr nur viel Geschichte, sondern auch viel Zukunft.

… und Zukunft

Krampnitz liegt gleich doppelt gut: Zum einen in Potsdam, der boomenden Landeshauptstadt von Brandenburg, und zum anderen zwischen Krampnitzsee und dem benachbarten Wald. Die Deutsche Wohnen wird hier ein lebendiges Quartier schaffen, das vor allem auch für Familien ein lebenswerter und liebenswerter Ort werden wird. Dafür sorgt nicht nur die exzellente Lage, sondern auch das rund 137.000 m² große Gelände mit denkmalgeschützten Gebäuden, die im Rahmen der Bauarbeiten saniert werden. Zu den geschützten Gebäuden gehören das Fähnrichsheim, das Kasino und das Pförtnergebäude mit dem Turm. Den alten Gebäuden werden dabei bestimmte Funktionen zukommen – zum Beispiel als Standorte für Gastronomie, Veranstaltungen oder soziale Einrichtungen. Auch bei diesem Projekt setzt die Deutsche Wohnen auf die bewährte Zusammenarbeit mit der Stadt Potsdam und dem Entwicklungsträger Potsdam GmbH. Geplant sind Häuser mit rund 1.400 Wohnungen, die sich durch eine hohe Qualität und Nachhaltigkeit auszeichnen.

Im Dialog mit den Menschen –
Modernisierungsmaßnahmen in Pankow

Die Wohnanlage Grellstraße kurz und knapp: – 360 Wohnungen werden am Ende vorhanden sein – 2021 ist voraussichtlich der Abschluss der Arbeiten – Knapp EUR 40 Mio.werden investiert – 1 bis 2 Zimmer sind die Wohnungen groß
Ist-Zustand 2017

Modernisierungsmaßnahmen in Häusern mit Mietwohnungen sind wie Medaillen: Sie haben zwei Seiten. Auf der einen Seite möchte jeder gerne in einem modernen und schönen Haus wohnen. Auf der anderen Seite stehen die erforderlichen Bauarbeiten und die manchmal notwendigen höheren Mieten. Was ist also zu tun? Am besten mit allen Beteiligten sprechen, wie im Fall der Grellstraße in Pankow.

Genau das haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutsche Wohnen getan, wie Lars Wittan, Mitglied des Vorstands der Deutsche Wohnen SE, erklärt: „Die Wohnanlage in der Grellstraße ist nicht mehr in einem zeitgemäßen Zustand, deshalb müssen wir hier investieren. Wir wissen natürlich, dass umfangreiche Bauarbeiten im Quartier und in der eigenen Wohnung eine Belastung für unsere Bewohner sind. Durch intensive Planung und Information vorab versuchen wir daher, die Beeinträchtigungen während der Baumaßnahmen so gering wie möglich zu halten. Auch in der Grellstraße werden wir Einzelgespräche mit unseren Mietern führen, um anschließend individuelle Modernisierungsvereinbarungen mit ihnen abzuschließen.“ Dabei, so Wittan, ginge es aber nicht nur um die Belästigung durch Lärm und Schmutz: „Selbstverständlich werden wir – wie bei jeder unserer Maßnahmen – auch finanzielle und soziale Härtefälle berücksichtigen und die Modernisierungsumlage entsprechend reduzieren. Wir sind uns sicher, dass durch unsere Modernisierung niemand verdrängt wird.“

Bezirk und Unternehmen haben dazu eine gemeinsame Vereinbarung geschlossen, um ein öffentliches Beispiel für die sozialverträgliche Umsetzung von Baumaßnahmen im Bezirk zu schaffen. Ziel der Übereinkunft ist es, etwaige Befürchtungen der Mieter noch vor Beginn der Baumaßnahmen und vor Erteilung der bau- und erhaltungsrechtlichen Genehmigungen zu entkräften. Dafür mussten auf Seiten der Deutsche Wohnen keine besonderen Zugeständnisse gemacht werden, sondern die seit Jahren im Unternehmen geltenden Grundsätze für die Durchführung von Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten wurden zum größten Teil bekräftigt und nur um Spezifika der Grellstraße ergänzt.

Dazu gibt es noch weitere gute Nachrichten – für die Stadt, den Bezirk und die Menschen, die eine Wohnung in Pankow suchen: Durch Lückenschließung, die Aufstockung bestehender Gebäude und einen Dachgeschossausbau entstehen 100 zusätzliche Wohnungen in der Grellstraße. Und weil Pankow auch bei jungen Familien beliebt ist, gehört zum Quartier zusätzlich eine Kita.

»In Einzelgesprächen versuchen wir mit unseren Mietern individuelle Modernisierungsvereinbarungen zu erarbeiten, die für beide Seiten funktionieren.«

Lars Wittan,
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen SE

Wohnen – Im Auftrag der Zukunft

Auf den ersten Blick eine ganz normale WG in Kreuzberg, auf den zweiten Blick ein Testfeld für das Wohnen von morgen.
Auf den ersten Blick eine ganz normale WG in Kreuzberg, auf den zweiten Blick ein Testfeld für das Wohnen von morgen.
Auf den ersten Blick eine ganz normale WG in Kreuzberg, auf den zweiten Blick ein Testfeld für das Wohnen von morgen.

Eine „smarte WG“ oder auch „digitale Wohnung“? Das klingt nach einem Paradies für Nerds und Artverwandte. In Wirklichkeit ist die smarte WG auf den ersten Blick eine ganz normale Wohnung in einem Altbau in Berlin-Kreuzberg, in der fünf Studentinnen gemeinsam wohnen, so wie es viele junge Menschen in der Hauptstadt tun. Aber: Diese Wohnung ist auch ein Labor der Zukunft – mit initiiert von der Deutsche Wohnen.

Die fünf jungen Frauen heißen Edona, Anna, Lara, Frauke und Natalia. Der Frauenname aber, der am häufigsten gerufen wird, ist Alexa. „Alexa, spiel Musik!“, „Alexa, mach das Licht an!“ oder „Alexa, wie wird das Wetter?“ schallt es durch die Zimmer. Alexa ist keine weitere Bewohnerin, sondern der Lautsprecher aus dem Hause Amazon, der mit dem Internet und der smarten Heimelektronik verbunden ist und mit dem sich Licht, Kaffeemaschine oder die Unterhaltungselektronik steuern lassen.

„Wenn ich zum Beispiel in mein Zimmer gehe, um zu arbeiten, dann sage ich Alexa Bescheid. Dann geht das Licht am Schreibtisch an und es wird leise klassische Musik gespielt“, erklärt Natalia. Aber das ist bei Weitem noch nicht alles. So kann von unterwegs geprüft werden, ob die Fenster geschlossen sind oder der Wasserkocher eingeschaltet ist. Die Heizung schon mal anstellen, bevor man zu Hause ist? Kein Problem, auch das geht per App. Wenn das Spülmittel alle ist, wird Alexa Bescheid gesagt und Amazon liefert. Und auch an die Gesundheit denkt die Heimelektronik: Wenn der Kohlendioxidgehalt in der Luft zu hoch ist, schickt der Sensor an der Decke eine Nachricht und empfiehlt zu lüften.

Die fünf jungen Frauen verbindet mehr als die gemeinsame Wohnung: Alle kennen sich seit längerer Zeit, weil sie gemeinsam in Bernburg an der Hochschule Anhalt studieren: Online-Kommunikation im Masterstudiengang. Auf Anregung ihrer Hochschule haben sie sich bei dem Projekt „Smarte WG“ der Deutsche Wohnen und des Institute of Electronic Business beworben und wurden angenommen. Während der sechs Monate, die sie in der WG leben, arbeiten sie noch an anderer Stelle für die Deutsche Wohnen. Sie helfen dabei, das betriebliche Gesundheitsmanagement auf digitale Beine zu stellen, wie Natalia erklärt: „Wir haben den Ist-Zustand des Gesundheitsmanagements der Deutsche Wohnen analysiert und anschließend eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Zurzeit werten wir diese aus. Im nächsten Schritt machen wir dann konkrete Vorschläge.“ Für die Arbeit wurden ihnen Co-Working-Arbeitsplätze im Service Point Spandau der Deutsche Wohnen zur Verfügung gestellt.

Zurück in die WG: Der Kristallisationspunkt für Unfrieden in einer Wohngemeinschaft ist oft die Hausarbeit. Gibt's wegen des Ausräumens der Spülmaschine Ärger unter den Bewohnerinnen? „Nein, dafür sorgt eine App, die die Arbeiten zuteilt und die für die Erledigung Punkte verteilt“, sagt die 25-Jährige. Ein Blick auf die grafische Auswertung zeigt, dass alle fünf fast gleich viele „Fleißpunkte“ gesammelt haben, allerdings liegt Edona ganz leicht in Führung.

Übrigens: Wie das Leben in einem Smarthome genau aussieht, lässt sich auf dem Blog der WG nachlesen: diesmartwg.com



Die Tür zur Zukunft

Smarthome und Smart City sind in aller Munde. Eines ist sicher, die Digitalisierung verändert die Art, wie wir in Zukunft wohnen. Gefragt sind technische Wohnlösungen, die allen Beteiligten einen wirklichen Nutzen bieten.

Mit smarten Innovationen öffnet die Deutsche Wohnen schon heute die Tür in Richtung Zukunft. Nach und nach statten wir unseren gesamten Bestand mit dem elektronischen Schlüsselsystem KIWI aus. Eine Technik, die den Alltag unserer Kunden und Dienstleister erleichtert und zudem die Effizienz in unserem Bestandsmanagement steigert. Dazu kommt unsere eigene Smarthome-Lösung, die das Leben in unseren Wohnungen bequemer, sicherer und nachhaltiger machen wird.

Der Schlüssel zu einer neuen Welt des Wohnens

Wer kennt es nicht: Man steht vor der Haustür, bepackt mit Einkaufstaschen, den Sportsachen oder dem Spielzeug der Kinder und hat keine Hand frei für den Haustürschlüssel. Das geht auch anders: Mit einem kleinen Transponder in der Tasche, der Türen wie von Zauberhand öffnet. Die Deutsche Wohnen hat begonnen, ihre Objekte mit dieser neuen Technik namens KIWI auszustatten – zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts für ihre Servicepartner. In Zukunft soll KIWI das einzelne Gebäude und die einzelne Wohnung noch attraktiver machen. Ein Gespräch über die „Schlüsseltechnologie“ mit Dr. Marcus Eilers, Leiter Unternehmensentwicklung und Strategie der Deutsche Wohnen SE, und Karsten Nölling, CEO von KIWI:

Herr Dr. Eilers, der Schlüssel ist ein zuverlässiges und lange vertrautes „Werkzeug“. Was verspricht sich die Deutsche Wohnen von KIWI – einem schlüsselfreien System?

Marcus Eilers: Die Digitalisierung verändert unser Leben und macht vieles einfacher und effizienter. Das gilt auch für die Wohnungswirtschaft und besonders für KIWI. Durch diese Investitionen entsteht für die Bewohner und das Unternehmen eine echte Win-win-Situation, die das Leben des Einzelnen angenehmer macht. Das ist neben einem guten baulichen Zustand ein wichtiger Punkt, der uns als Vermieter auf dem Markt attraktiv macht und unsere Servicequalität steigert.

Zum Einsatz kommt das neue System aber nur an der Tür zum Haus, richtig?

Karsten Nölling: Das ist richtig. Selbstverständlich wäre auch das Umrüsten der Wohnungstür möglich, aber diese Entscheidung möchten wir den Bewohnern überlassen. Wer das gerne haben möchte, kann sich an KIWI wenden und eine Umrüstung vornehmen lassen.

Sie hatten vorhin erwähnt, dass das neue System auch effizienter ist. Warum?

Marcus Eilers: Weil wir die Prozesse straffen können. Lassen Sie mich ein Beispiel nennen: Wenn ein Handwerker ins Haus muss und nicht den richtigen Schlüssel dabeihat, muss im Zweifel ein Mitarbeiter von uns die Tür öffnen. Mit KIWI bekommt der Dienstleister den Zugang aus der Ferne. Falsche oder verlegte Schlüssel spielen keine Rolle mehr und wir sparen für unsere Mitarbeiter viele Wege ein. Das hat übrigens einen weiteren und wichtigen Vorteil: Wir binden gute Handwerker an uns, denn sie sind mit uns flexibler und sparen Zeit, weil sie nicht darauf warten müssen, dass jemand mit einem Schlüssel kommt.

Hand aufs Herz: Ist das – aus technischer Sicht – nicht auch ein Wagnis? Arbeiten die Transponder wirklich zuverlässig?

Karsten Nölling: Ein klares Ja. KIWI wird schon seit fünf Jahren in Einfamilienhäusern genutzt. Das sind heute fast 60.000 Wohneinheiten. Die Technik hat sich also längst im Alltag bewährt. Das lässt sich auch leicht daran erkennen, dass die Berliner Feuerwehr KIWI einsetzt und wir schon seit 2013 exklusiver Partner der Deutschen Post für den Bereich Türzugang sind.

Ein Schritt Richtung Smart City und Smarthome: Dr. Marcus Eilers, Leiter Unternehmensentwicklung und Strategie der Deutsche Wohnen, im Gespräch mit Karsten Nölling, dem CEO von KIWI.

Ein großer Schritt in Richtung kluges Zuhause

Was zeichnet eine kluge oder smarte Wohnung aus? Sie verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen. Die Deutsche Wohnen hat dafür mit mehreren Partnern eine eigene Smarthome-Lösung entwickelt, die richtig viele Vorteile bietet …

Im Zentrum steht das Gateway, ein Tabletcomputer mit einem Touchdisplay, der mit einer besonderen Halterung direkt auf eine Steckdose oder einen Lichtschalter aufgesetzt wird. Der Lichtschalter entfällt aber nicht, sondern wird durch eine Fernbedienung ersetzt. Im ersten Schritt der Einführung werden mit diesem Gateway die Heizungen gesteuert. Dazu werden lediglich die Thermostate an den Heizkörpern gewechselt. Sie halten automatisch die gewünschte Temperatur und machen die Steuerung der Heizung auch von unterwegs möglich. Eine besonders pfiffige Lösung haben die beteiligten Unternehmen und die Deutsche Wohnen zur Stromversorgung der Thermostate entwickelt: Ein integrierter Thermogenerator wandelt die Wärme der Heizkörper in elektrische Energie um. Es müssen also weder Stromleitungen gelegt noch Batterien eingesetzt werden. Bei mehr als 163.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten würde sonst innerhalb von ein oder zwei Heizperioden ein riesiger Berg von Altbatterien und damit von Sondermüll anfallen.

Durch die neue Heizungssteuerung lassen sich insgesamt pro Jahr bis zu 12 % Heizenergie sparen. In Zukunft soll die Smarthome-Lösung aber noch viel mehr können: Sie wird erkennen, ob ein Fenster offen oder kaputt ist, sie wird zum Kommunikationszentrum und teilt über das Display zum Beispiel mit, wenn sich die Zeiten der Müllabholung ändern. Nicht zuletzt wird sie die Wohnung sicherer machen – ganz besonders für Senioren. Dafür können zum Beispiel Bewegungssensoren sorgen, die im Ernstfall das Gateway informieren, wenn ein Mensch in der Wohnung stürzt. Das Gateway könnte dann automatisch einen Alarm absenden. Bis dahin ist jedoch noch einiges an Weg zurückzulegen. Im Jahr 2018 werden aber bereits die ersten 3.000 Wohnungen ihre Heizungen ganz smart über das neue Gateway zentral zu Hause oder von unterwegs regeln können.