Editorial

Jetzt. Stadt. Morgen

 

In Deutschland fehlen Wohnungen! Und sie fehlen besonders an den Orten, zu denen es die Menschen zieht: in den Metropolen und Ballungsräumen. Die wirtschaftliche Lage ist gut und das Kapital steht bereit. Warum wird trotzdem zu wenig gebaut? Weil die Politik nicht die Voraussetzungen dafür schafft. Zunehmende Auflagen auf der einen Seite und die Forderung nach schnellem und billigem Bauen auf der anderen Seite schließen einander aus. Eine Zahl bringt es auf den Punkt: 40 Prozent der Kosten für Neubauten gehen auf die Vorgaben von Bund, Ländern und Kommunen zurück!

 

Dabei reicht es nicht, nur umbauten Raum zur Verfügung zu stellen. Es sind grundsätzliche Fragen, auf die wir Antworten finden müssen. Wie nutzen wir den Platz, der in diesen Lagen endlich ist? Wie stellen wir uns dem demografischen Wandel? Oder wie gehen wir sinnvoll mit Energie um? Kurz gesagt, treiben uns heute die Wohnkonzepte für die Städte von morgen an. Wir entwickeln sie, wir realisieren sie. Die Deutsche Wohnen steht dazu in einem engen Austausch mit Wissenschaft, Verwaltung, Architektur und Industrie. In den vergangenen drei Jahren haben wir rund 780 Mio. Euro in unseren Bestand investiert. Zudem werden wir in den kommenden Jahren weiteren Wohnraum in Berlin, Frankfurt am Main, Leipzig und Dresden errichten.


Für unseren wirtschaftlichen Erfolg braucht es auch zufriedene Mieter, die gerne bei uns wohnen. Ihnen wollen wir lebenswerte, moderne Wohnungen und einen guten Service bieten. Dafür arbeiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag. Dabei passiert es leider auch, dass Dinge nicht so laufen, wie wir uns das wünschen. Daraus lernen wir und machen es in Zukunft besser. Unsere Bewohner honorieren unsere Leistungen. Die meisten fühlen sich in ihrem Wohnumfeld wohl, wie unsere erste Mieterbefragung gezeigt hat. Diese positive Rückmeldung motiviert uns, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen und uns stetig zu verbessern. Wir sehen uns aber auch neuen Ansprüchen gegenübergestellt:
Das gilt besonders für die jüngere Generation und ihrem Wunsch nach der „intelligenten“ Wohnung, dem sogenannten Smarthome. Hier gehen wir mit unserer digitalen WG den Weg des praktischen Versuchs: Studentinnen in Kreuzberg leben heute das Wohnen von morgen und bewerten den Markt der Smarthome-Lösungen. Neben diesem „Wohnlabor“ ist im vergangenen Jahr unsere eigene Smarthome-Lösung entstanden. Sie wird in diesem Jahr in den ersten 3.000 Wohnungen installiert und dabei helfen, Energie zu sparen. Auf der anderen Seite steigt durch die älter werdende Gesellschaft die Nachfrage auf einem weiteren Markt. Deshalb bauen wir unser Angebot im Bereich des Seniorenwohnens aus.


Bei allem was wir tun, können wir uns über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen, die ihr Bestes geben und gerne bei der Deutsche Wohnen arbeiten. Sie sorgen nicht nur für unseren wirtschaftlichen Erfolg, sie sind auch ein Spiegel unserer Gesellschaft. Bei uns treffen Menschen, die der Wohnungswirtschaft schon seit Jahrzehnten verbunden sind, auf die, die gerade voller Energie die ersten Schritte ins Berufsleben machen.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihr

Michael Zahn

Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen SE