Sanierung mit Augenmaß und Know-how und im Sinne der Mieter

Denkmalgeschützte Wohnanlagen zu sanieren, ist eine Herausforderung, die zum Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutsche Wohnen gehört. Das gilt zum Beispiel für Eike Petersen, die Projektleiterin im Technischen Projektmanagement ist. Sie hatte es im Berichtsjahr gleich mit zwei ganz besonderen Wohnanlagen zu tun …

„Bisher war kaum mehr erkennbar, dass der leitende Architekt der Wohnanlage in der Rudi-Arndt-Straße Bruno Taut war“, erklärt sie. Das hat sich geändert und nach wechselvoller und fast einhundertjähriger Geschichte wurden jetzt die Putzfassaden denkmalgerecht erneuert und die alten Kastendoppelfenster wiederhergestellt. Dazu kamen viele andere Maßnah- men wie die denkmalgerechte Instandsetzung der Treppenhäuser, die Ertüchtigung vorhandener historischer Balkonkastengeländer, die Dämmung der oberen Geschossdecke mit Zelluloseflocken aus Altpapier oder die Dämmung der Kellerdecke mit Mineralwolle. Auch die Gartenanlagen werden unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen bienenfreundlich und nachhaltig neu gestaltet: So bleiben die alten Obstbäume erhalten und werden mit einem Verjüngungsschnitt wieder fit für viele kommende Jahre gemacht. Der Untergrund der neu angelegten Wege besteht künftig aus recycelten Materialien aus der Region.

Weiter im Norden, am Pistoriusplatz, steht ein Ensemble aus den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. „Besonders wichtig war uns hier, den ursprünglichen Charakter der Wohnungen bei den Arbeiten zu erhalten. So wurden die Original-Doppelkastenfenster nicht ersetzt, sondern behutsam renoviert. Vorhandene Holzfußböden wurden abgeschliffen und neu versiegelt“, beschreibt Eike Petersen wichtige Aspekte dieses Vorhabens. Auch die Treppenhäuser sind denkmalgerecht instandgesetzt worden. Dabei wurden sowohl die Mieterinnen und Mieter wie selbstverständlich auch die Denkmalbehörde eng in die Planungen einbezogen. Wie bei der Deutsche Wohnen üblich, wurde auf den Klimaschutz großen Wert gelegt: Die Dämmung der oberen Geschossdecke mittels Zelluloseflocken aus Altpapier, die Dämmung der Kellerdecken mit Mineralwolle und neue Heizungsinstallationen sind dafür nur drei Beispiele.