Zeitenwende im Quartier

Der Stadtteil Sahlkamp in Hannover ist ein Stadtteil mit vielen Ecken – und vielen Kanten. Er gilt seit Jahren als sozialer Brennpunkt. Hochhäuseraus den 1970er-Jahren prägen das Bild. Die Bewohner:innen haben ihre Wurzeln in rund 80 verschiedenen Ländern. Viele von ihnen sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Die Deutsche Wohnen hat sich zum Ziel gesetzt, das Quartier attraktiver und damit auch lebenswerter zu machen.

Bis zum Jahr 2024 wird die Plattenbaugroßsiedlung in Sahlkamp mit rund 840 Wohnungen „auf Stand gebracht“. Die Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten sind umfangreich. Dazu gehören auf der einen Seite Maßnahmen, die den Energiebedarf senken, wie die Wärmedämmung der Fassaden und Dächer oder der Austausch der Fenster. Auf der anderen Seite Maßnahmen, die zur Verschönerung des Quartiers beitragen. So werden die Balkone instand gesetzt, Treppenhäuser und Flure saniert sowie die Eingangsbereiche und Außenanlagen umgestaltet. Die Innenhöfe werden attraktiver für Kinder, Familien und Senior:innen. Unter anderem wird es neue Begegnungsflächen und Spielplätze geben.

Bei allem steht die Deutsche Wohnen in Kontakt mit der Landeshauptstadt Hannover. Bereits 2009 wurde Sahlkamp- Mitte in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ aufgenommen. Die Deutsche Wohnen unterstützt den Ansatz des Programms, indem sie die Bewohner:innen aktiv an den im Sanierungsgebiet geplanten Maßnahmen beteiligt hat. So konnten die Mieter:innen mitbestimmen, als das Farbkonzept für die Fassaden beschlossen wurde.

Saniertes Haus in Hannover-Sahlkamp

Saniertes Haus in Hannover-Sahlkamp

Modernisierung und Instandhaltung sind nicht alles

Die baulichen Maßnahmen können eine positive soziale Entwicklung des Quartiers unterstützen. Aber klar ist auch, dass diese allein nicht ausreichen, um den Sahlkamp lebenswerter zu machen. Seit dem Jahr 2012 fördert die Deutsche Wohnen daher auch soziale Einrichtungen und Nachbarschaftsprojekte im Quartier, die für unsere Mieter:innen einen Nutzen haben.

Eine, die sich vor Ort kümmert, ist Vermieterin Jessika Lauer. „Wir unterstützen einzelne kleine Projekte und Aktionen lokaler Vereine wie SPATS e. V. oder Internationale StadtteilGärten Hannover e. V., mit denen wir uns regelmäßig darüber austauschen, wo Bedarf besteht. Auch mit dem Stadtteiltreff Sahlkamp arbeiten wir eng zusammen“, erklärt sie. „So haben wir dort zum Beispiel innerhalb von zwei Wochen in Kooperation einen Container für eine Corona-Teststation aufgestellt.“

Darüber hinaus unterstützt die Deutsche Wohnen seit vielen Jahren das NaDu-Kinderhaus, das eine wichtige Anlaufstelle für die Kinder und Jugendlichen im Sahlkamp ist. Hier wird gespielt, getanzt, gestaltet, gebastelt und auch gegärtnert. Dazu gibt es Mittagessen, eine Hausaufgabenhilfe, Ferienprogramme und noch viel, viel mehr. Neben der jährlichen Finanzierung einer Projektstelle für eine Sozialarbeiterin fördert die Deutsche Wohnen regelmäßig einzelne Kreativ- und Werkprojekte. Die Kinder erwerben dadurch nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern stärken auch ihre sozialen Kompetenzen und lernen, mit ihrer Umgebung und Materialien wertschätzend umzugehen.

Mit der geplanten Umgestaltung des Innenbereichs vor dem NaDu-Kinderhaus, des sogenannten Spessarthofs, bekommen die Kinder zudem einen schöneren Platz zum Spielen. Und sie werden sogar in die Gestaltung der Spielflächen eingebunden. Auch für die Anwohner:innen wird der Spessarthof zu einem einladenden Ort für Begegnungen.

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Sicherheit ist essenziell

Für mehr Lebensqualität im Quartier ist es wichtig, dass die Bewohner:innen sich sicher fühlen. Daher stehen die Beseitigung von „Angsträumen“ und die Förderung der sozialen Kontrolle durch Auslichtung bei der Planung der Modernisierungsmaßnahmen mit ganz oben auf der Liste. Um sofort für mehr Sicherheit zu sorgen, setzt die Deutsche Wohnen schon seit Langem einen eigenen Sicherheitsdienst vor Ort ein. Die Mitarbeiter sind rund um die Uhr im Einsatz und begleiten auch schon mal Frauen, die im Dunkeln allein auf dem Weg nach Hause sind, bis an die Haustür. „Durch unseren Sicherheitsdienst sind im Quartier deutlich positive Tendenzen zu erkennen“, weiß Daniela Stark, Service Point-Leiterin der Deutsche Wohnen in Hannover, zu berichten. „Es ist ruhiger, es gibt weniger Streit und es ist sauberer geworden.“

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