Unser Pfad zur Klimaneutralität

Die Deutsche Wohnen verfügt schon heute über eines der branchenweit klimafreundlichsten Portfolios. Das ist richtig und wichtig, denn die Klimawende entscheidet sich auch im Gebäudesektor. Die Deutsche Wohnen hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: In weniger als 20 Jahren soll unser Gebäudebestand nahezu klimaneutral sein! Die Grundlage dafür ist unsere Klimastrategie – mit effizienten Maßnahmen, die sozialverträglich umgesetzt werden. 

Die Klimaneutralität soll nach den Plänen der Bundesregierung in Deutschland 2045 erreicht sein. Die Deutsche Wohnen hat im vergangenen Jahr ihre Klimaziele sogar auf das Jahr 2040 ausgerichtet. Angetrieben wurden wir vor allem von drei Motiven: Erstens gehört die Wohnungswirtschaft zu den großen Kohlendioxid-Verursachern. Zweitens setzt die Deutsche Wohnen auf eine langfristige, sichere und berechenbare Wertschöpfung. Und drittens prägt nachhaltiges Handeln seit Langem unsere Geschichte und unseren Unternehmensalltag.

Es musste eine Klimastrategie entwickelt werden, die auch inhaltlich belastbar ist.

Jan-Ole Kosch
Leiter Portfoliosteuerung der Deutsche Wohnen SE

Am Anfang stand die Analyse

Zunächst einmal wurden viele Fragen gestellt und beantwortet: Wo steht das einzelne und bereits energetisch ertüchtigte Gebäude heute? Wo steht der Bestand, wenn die noch nicht sanierten Gebäude in den kommenden 20 Jahren auf das gleiche energetische Niveau gehoben werden? Wie viel CO₂ muss bis zur Zielerreichung bei der Energieversorgung eingespart werden? Und mit welchen Technologien und Energieträgern gelingt das? „Hierbei schauen wir nach den individuell besten Lösungen für jedes Gebäude“, erklärt Jan-Ole Kosch, Leiter Portfoliosteuerung der Deutsche Wohnen SE. „Denn nur weil etwas technisch möglich wäre, bedeutet das noch nicht, dass es für uns als langfristig und nachhaltig agierendes Unternehmen sowie für unsere Mieter:innen die beste Lösung ist“, so Kosch weiter.

Als großer Vorteil für die Erreichung unseres Klimaziels zeigte sich im Rahmen der Analyse, dass bereits seit vielen Jahren kontinuierlich in Gebäudehüllen, Haustechnik und energetische Erneuerung investiert wird. Im Vergleich zu anderen Immobilienunternehmen, hat die Deutsche Wohnen schon heute ein klimafreundliches Portfolio.

Dreh- und Angelpunkt Energieerzeugung 

Neue Fenster und isolierte Fassaden und Dächer sind das eine – die Energieversorgung und die Energieträger das andere. Im Zentrum der Analyse stand hier die Frage, welcher Energiemix uns Richtung Klimaneutralität bringt. Also zu einem Wert unter 12 kg CO₂e/m2 bis 2040. „Es ist sehr schwierig, heute zu sagen, welche Technologien und welche Energieträger die Zukunft bestimmen werden. Deshalb setzt unser Klimapfad auf einen Energiemix“, sagt Christian Pfeuffer. Als Leiter des Energiemanagements der Deutsche Wohnen Technology GmbH gehört er ebenfalls zu dem Team, das die Klimastrategie maßgeblich miterarbeitet hat. Der Energiemix sorgt für Versorgungssicherheit und Flexibilität. Dazu kommt aber auch die Eigenversorgung mit Sonnenkraft oder Blockheizkraftwerken. Auch sie sind fester Bestandteil unserer Klimastrategie.

 

Gold‑Status beim Neubau 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt für die Deutsche Wohnen auf dem ressourcenschonenden Neubau – mit hohen energetischen Standards, die auf dem Gold- Status des Zertifizierungssystems der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) basieren. Zudem streben wir beim Neubau den KfW55Standard an, der gemessen an der derzeit gültigen EnEV mit einem 20 % niedrigeren Energiebedarf verbunden ist. Aber auch die Gebäudeautomation spielt eine große Rolle und trägt zur Erreichung der Klimaneutralität bei. So ermöglichen wir zum Beispiel unseren Mieter:innen, durch automatisierte Verbrauchssteuerung Energie zu sparen und mit SmartHomeLösungen selbst klimafreundlicher zu handeln. 

 

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Saniertes Hochhaus in der Berliner Gropiusstadt

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Neubauprojekt „Marienufer“ in Berlin-Köpenick

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Neubau in Elstal in modularer Holzmassivbauweise

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Dezentrale Energieversorgung durch Photovoltaik-Anlagen

Klimapfad bis 2040

Alle Maßnahmen haben das Ziel, den Energiebedarf im Gebäudebestand zu minimieren und für den unvermeidlichen Energiebedarf möglichst wenig CO₂- intensive Energieträger zu nutzen. Damit können wir einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand erreichen. In Zahlen heißt das: Wir wollen bis 2040 die CO₂- Intensität von aktuell 33 kg CO₂e/m2 auf unter 12 kg CO₂e/m2 reduzieren. Diese Emissionsmenge gilt branchenweit als maßgeblicher Zielkorridor für einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand.

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