Mit Herzblut, Kompetenz und Liebe zum Detail

In den vergangenen ­Jahren haben wir rund eine Milliarde Euro in unseren Bestand inves­tiert. Doch nicht alle Investitionen lassen sich in Zahlen bemessen.

Zum Beispiel Berlin-Kreuzberg

„In der Otto-Suhr-Siedlung sanieren wir mehr als 1.600 Wohnungen. Dazu zählen neue Holzfenster, die Dämmung mit Mineralwolle oder neue Kellerleitungen – um drei Beispiele zu nennen. Etwas Besonderes ist die Sanierung der Balkone aus Klinkersteinen. Die alten Klinker werden nur so weit wie notwendig abgetragen. Die Lücken füllen wir mit Steinen auf, die extra für uns produziert werden, um genau den richtigen Klinkerfarbton zu treffen. Wir hätten die Balkonbrüstungen auch durch einfache Metallbrüstungen ersetzen können, aber wir wollen das ursprüngliche Aussehen des Quartiers wiederherstellen. Dafür bekommen wir von den Bewohnern auch Anerkennung.“

Marko Lehmann
Projektleiter Technisches Projektmanagement

Zum Beispiel Braunschweig

„Am Anfang der Sanierungsarbeiten stand im Kanzlerfeld die Beseitigung des Asbests in den Dächern und in den Hauseingängen der 18 Gebäude mit den 213 Wohnungen. Es folgte die energetische Sanierung der Gebäudehülle, die zukünftig den CO2-Ausstoß des Quartiers um insgesamt 65 % senken wird. Die Hauseingangsbereiche wurden dabei neu und vor allem viel heller gestaltet. Die Grundleitungen in den Außenanlagen mussten, aufgrund verschiedener Brüche, komplett erneuert werden, sodass das Schmutzwasser und das Regenwasser jetzt wieder geplant abgeleitet werden können. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Geländeoberfläche neu geformt: Das Regenwasser fließt jetzt von den Gebäuden weg, wird in einer Senke gesammelt und bewässert eine Wiese mit Wildblumen, auf der sich auch viele Insekten wohlfühlen werden.“

Andrea Ortmann
Projektleiterin Technisches Projektmanagement

Zum Beispiel Berlin-Neukölln

„Wir haben in Berlin unter anderem zwei Sanierungsprojekte, die sehr gut veranschaulichen, wie breit sich der Fächer unserer Quartiere architektonisch und stadtgeschichtlich spannt. In der Gropiusstadt sanieren wir zwei Hochhäuser. Hier werden zum Beispiel die Versorgungsstränge für Wasser und Abwasser erneuert und die asbesthaltigen Materialien entsorgt. Dazu kommt die energetische Ertüchtigung der Fassaden mit einer mineralischen Dämmung. Das Dach wird mit einem besonderen Verfahren gedämmt: Bei der sogenannten Einblasdämmung werden Zelluloseflocken aus Altpapier unter Druck verdichtet und auf der Dachbodenfläche eingeblasen. Damit erreichen wir eine sehr gute Wärmedämmung, die auch unter nachhaltigen Gesichtspunkten ideal ist. Insgesamt reduzieren wir die CO2-Emissionen im Otto-Wels-Ring und in der Severingstraße um mehr als 40 %.“

Zum Beispiel Berlin-Pankow

„In Pankow, genauer am Häuserblock an der Rudi-Arndt-Straße, ließ sich kaum noch erkennen, dass der federführende Architekt Bruno Taut war. Neben der denkmalgerechten Erneuerung der Putzfassade stehen hier zum Beispiel eine Strangsanierung mit neuen Bädern und Heizungen sowie die Ertüchtigung der Kastendoppelfenster an. Auch hier können wir den CO2-Ausstoß mit rund einem Drittel erheblich reduzieren. Darüber hinaus wird die Gartenanlage bienenfreundlich und nachhaltig neu gestaltet; die alten Obstbäume bekommen einen Verjüngungsschnitt und bleiben somit noch lange erhalten. Die denkmalgeschützte Pflasterung werden wir wiederverwenden.“

Eike Petersen
Projektleiterin Technisches Projektmanagement