„Bei komplexen
Sanierungsprojekten
ver­­einbaren wir
individuelle Lösungen“

Die Deutsche Wohnen besitzt rund 167.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten. Um unseren Bestand zu er­­halten und zeitgemäß zu sanieren, investieren wir umfangreich in unsere Immobilien. Dies tun wir mit Augenmaß und einem nachhaltigen Ansatz. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die Wärmedämmung mit Mineralstoffen, denkmalgerechte Fassaden und neue Stränge für Badezimmer und Küchen – um nur drei Beispiele zu nennen. Für unsere Kunden sind die Arbeiten oft eine große Belastung. Aber es wird einiges unternommen, um es den Bewohnern so leicht wie möglich zu machen, wie Lutz Reichert von der Deutsche Wohnen sagt.

Herr Reichert, wie unterstützen Sie die Bewohner während der Sanierung?

Das ist vom Umfang abhängig. Grundsätzlich müssen derartige Maßnahmen gemäß Gesetz mindestens drei Monate vor Baubeginn angekündigt werden. Unser Team steht den Kunden dann schriftlich und telefonisch zur Verfügung, um aufkommende Fragen zu beantworten und Ängste und Sorgen zu nehmen. Neben kleineren Infoveranstaltungen und umfangreicheren Mieterversammlungen geht die Betreuung in vielen Fällen auch bis hin zum persönlichen Besuch bei den Kunden. Bei sehr umfangreichen Arbeiten, beispielsweise Strangsanierungen und der Installation von zentralen Heizungs- und Warmwasseranlagen, sorgen wir selbstverständlich für Ausweichquartiere. Dabei achten wir auf die jeweilige Lebenssituation und schaffen individuelle Lösungen. Das gilt zum Beispiel für Pflegebedürftige, Menschen, die im Schichtdienst arbeiten, oder Familien mit Kindern. Wichtig ist aber immer das Gespräch.

Stichwort Gespräch: Wie viele Gespräche haben Sie denn geführt?

Das waren im Jahr 2018 über 800 Gespräche bei unseren Mietern vor Ort. Insgesamt haben wir mehr als 12.500 Kundenanfragen bearbeitet und dazu noch 18 Mieterversammlungen durchgeführt. Ferner haben wir immer eine Mieterbetreuung, die den Kunden zu regelmäßigen Sprechzeiten vor Ort zur Verfügung steht.

Wie verhält es sich mit der Kostenverteilung bei komplexen Sanierungsmaßnahmen?

Den größten Anteil der Sanierungsaufwendungen tragen wir selbst. Nur knapp ein Drittel der Kosten bildet die Basis für die Umlage. Diese lag bei uns in den vergangenen Jahren bereits deutlich unter den gesetzlich zulässigen 11 %. Und: damit die neue Gesamtmiete und das zur Verfügung stehende Nettohaushaltseinkommen im Einklang bleiben, greift bei uns die Härtefallregelung schon bei etwa 30 %. Die Kunden müssen uns diesen Umstand binnen der gesetzlichen Frist anzeigen und wir begrenzen die Mieterhöhung entsprechend im späteren Umlageverfahren nach Abschluss der Baumaßnahmen.

Lutz Reichert
verantwortlich für den Bereich der kaufmännischen Projekt­leitung bei Sanierungsmaß­nahmen
OK
Diese Website setzt eigene Cookies und Cookies von Drittanbietern zur Analyse des Nutzungsverhaltens und zur Reichweitenmessung ein.
Mehr Informationen und Möglichkeit zur Deaktivierung.