Im Norden,
im Westen,
im Süden …

Viel ist passiert im Jahr 2018 in den Quartieren der Deutsche Wohnen. Zum Beispiel in Leipzig, Dresden, Braunschweig, Brandenburg und Berlin. Es ­werden Außenanlagen gestaltet, Wände ­besprayt, Quartiere saniert und neu gebaut. Eines ver­bindet dabei fast alle Projekte: Aus nachhaltigem Denken wird nach­haltiges Handeln. Zeit für eine kleine Rundreise …

Das neue Quartier Marienhain

Die Reise beginnt in Berlin-Köpenick. Die ersten beiden Baugenehmigungen für das Quartier mit Wohnungen, einer Kita, Straßen und Nahversorgung am Marienhain wurden bereits erteilt. Anfang 2020 soll auf dem über 150.000 m2 großen Grundstück mit dem Bau von rund 1.200 Wohnungen begonnen werden, die auf 63 verschiedene Gebäude verteilt sind. Die Lage ist außergewöhnlich, denn das Grundstück liegt direkt am Ufer der Dahme. Dazu kommt die alte Villa Bolle von Carl Bolle. Wer sich mit der Berliner Geschichte auskennt, der ahnt richtig, dass es sich hier um den „Bimmel-Bolle“ handelt. Seinen Spitznamen bekam er wegen der Glocken, mit denen seine Milchverkäufer auf den Bolle-Milchwagen um Kunden warben. Um 1910 waren 250 dieser Milchwagen auf den Straßen Berlins unterwegs. Am Marienhain an der Dahme baute Bolle seinen Sommersitz. Nach einem Brand ist die Villa heute eine Ruine, die die Deutsche Wohnen wiederaufbauen wird. Bei den Neubauten setzen wir auf Nachhaltigkeit. So werden Holzfenster eingesetzt, auf Styropor als Dämmmittel verzichtet und es wird eine Zertifizierung durch die Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen angestrebt.

Nachhaltiges Bauen mit System

Beim Bau neuer Wohnungen achten wir auf den Einsatz qualitativ hochwer­tiger und nachhaltiger Materialien. Um dies transparent darzustellen, ­nutzen wir Zertifizierungssysteme wie die DGNB-Zertifi­zierung oder das Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, kurz DGNB, bewertet nach verschiedenen Kriterien in den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Technik, soziostrukturelle und funktionale Qualität sowie Standort- und Prozessqualität. Übrigens: Als erstem Objekt in dieser Klasse überhaupt in Deutschland wurde unserem Haus in der Argentinischen Allee 221 in Berlin-Zehlendorf der Gold-­Status zuerkannt. Das Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau, das ein vom Bundesbauministerium anerkanntes Gütesiegel ist, bewertet ebenfalls verschiedenste Kriterien aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Unser Quartier Dresden Schützengarten und das Projekt am Lindenauer Hafen in Leipzig werden zum Beispiel nach diesen Kriterien gebaut.

In Elstal, westlich vom Berliner Stadtrand, wurde im Berichtsjahr das Richtfest für vier Mehrfamilienhäuser aus Holz gefeiert. Dabei wurden alle tragenden Wände und die Decken aus massiven Holzelementen gefertigt, die wiederum aus mehreren Lagen Holz bestehen. „Normalerweise werden diese Lagen verleimt. In Elstal konnten wir darauf verzichten, weil wir Dübel verwendet haben, die im Ofen getrocknet und dann in die Dübellöcher eingesetzt wurden. Durch die Luftfeuchtigkeit dehnen sich die Dübel aus und stabilisieren die Verbindung“, erklärt Sebastian Höfker, der die Bauarbeiten als Projektleiter für die Deutsche Wohnen begleitet hat. So zeigt sich nachhaltiges Bauen im Detail – und in seiner DGNB-Platin-Zertifizierung.

Wohnen am Wasser in Leipzig

Vom Havelland in Brandenburg führt der Weg ein ganzes Stück weiter in den Süden. Der Leipziger Stadtteil Lindenau wird auch durch einen Kanal mit einem alten Industriehafen geprägt. Im Jahr 2018 wurde hier der Spatenstich für ein neues Kapitel gesetzt: In dem neu entstehenden Quartier am
Lindenauer Hafen baut die Deutsche Wohnen 44 Mietwohnungen. Die Wohnungen befinden sich in zwei fünfgeschossigen Gebäuden und sind zwischen 50 m2 und 120 m2 groß. Alle Wohnungen sind barrierearm und für Rollstuhlfahrer geeignet. Dazu werden die Fassaden mit porosierten Ziegeln gedämmt. Das sind hohle Bauziegel, die mit Dämmmaterial ausgefüllt sind und sich durch exzellente Dämmeigenschaften auszeichnen. Und: Die Fassade wird aus Klinkern bestehen, deren Erscheinung zur Geschichte des Grundstücks als Industriehafen passt und die bis zu 100 Jahre halten können, ohne erneuert zu werden – auch das ist nachhaltig.

Von einem Bunkerabriss und neuen ­Apartments

Nächster Halt: Dresden. „Das Projekt Schützengarten Dresden ist wirklich spannend. Der zentralen Grundstückslage angemessen, hat sich die Stadt entschlossen, anstelle der großstrukturigen Gewerbebauten aus den Achtzigerjahren ein Wohnquartier zu planen, das sich wieder an den historischen Straßenverläufen und städtebaulichen Dimensionen orientiert“, erläutert Delia Kraaß. Der Umfang ist dabei beachtlich, denn es werden insgesamt 540 Wohnungen gebaut. Und noch etwas ist interessant, wie die Projektleiterin erzählt: „Zu DDR-Zeiten wurden die Hochhäuser durch den VEB Energiebau Dresden genutzt. Unter dem zugehörigen Kantinengebäude befanden sich dazu ein Bunker und zeitweise auch eine Kegelbahn. Deshalb mussten im Rahmen der Abrissarbeiten teilweise Betondecken mit einer Stärke von mehr als 1,60 Metern abgerissen werden.“ Nach der entsprechenden Vorbereitung des Grundstücks wird voraussichtlich im Jahr 2020 mit dem Bau der Tiefgaragen und der unterschiedlich gestalteten Mehrfamilienhäuser, die zusammen das neue Quartier unweit der Elbe bilden werden, begonnen. Gebaut wird auch hier nach dem Bewertungssystem des Qualitätssiegels Nachhaltiger Wohnungsbau, wodurch sich das Deutsche Wohnen-Portfolio nach Abschluss der Arbeiten um ein lebendiges und nachhaltiges Innenstadtquartier erweitert.

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