Gemeinsam können wir mehr schaffen

Das Geschäftsjahr 2021 war ein besonderes für die Deutsche Wohnen – aus vielen Gründen. Die Vorstellung unserer Klimastrategie und die Erweiterung unseres Neubauprogramms sind nur einige. Das wichtigste Ergebnis des Jahres war aber der Zusammenschluss der Deutsche Wohnen mit der Vonovia. Die neuen Co-CEOs der Deutsche Wohnen, Konstantina Kanellopoulos und Lars Urbansky, erklären im Gespräch, was das für die Deutsche Wohnen bedeutet.

Frau Kanellopoulos, wie waren Ihre ersten Wochen bei der Deutsche Wohnen? Was sind Ihre ersten Eindrücke?

Konstantina Kanellopoulos:

Was ich bisher erlebt habe, ist vor allem ein Team, das eine sehr hohe Identifikation mit dem Unternehmen, aber auch eine große Liebe zum Produkt hat. Damit einher geht ein hoher Leistungs- und Qualitätsanspruch und das hat mich in den ersten Wochen sehr beeindruckt. Es macht viel Freude, jetzt hier mitzuarbeiten und ein Unternehmen weiterzuentwickeln, das bereits eine sehr erfolgreiche Entwicklung hinter sich hat.

Das große Thema des Jahres 2021 war für die Deutsche Wohnen der Zusammenschluss mit der Vonovia. Was waren, was sind die wichtigsten Gründe, jetzt gemeinsam zu arbeiten? 

Konstantina Kanellopoulos:

Die Herausforderungen für die Immobilienbranche sind immens, weil wir es gleich mit mehreren Megatrends zu tun haben. Die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum durch Neubau ist einer davon. Ein anderer ist der Klimaschutz. Der Gebäudesektor ist für einen erheblichen Teil der CO2-Ausstöße verantwortlich. Beide Unternehmen – Vonovia und Deutsche Wohnen – haben sich sehr klar zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung bekannt und beide haben jedes für sich entsprechende Pläne entwickelt, wie sie ihren Bestand klimaneutral gestalten können. Dabei müssen wir auch die soziale Frage im Auge behalten. Ich bin überzeugt, dass wir das gemeinsam besser schaffen können. 

Lars Urbansky:

Auf dem Weg zur Klimaneutralität geht es vor allem um die technische Umsetzbarkeit. Klimaneutralität erreichen wir nicht allein durch energetische Sanierung des Gebäudebestandes, wir müssen auch die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umstellen. Hier ist Größe ein enormer Vorteil. Klar ist aber auch, dass wir als Unternehmen die Klimaziele nicht allein erreichen können. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Mit der neuen gewonnen Größe, die wir jetzt haben, und den gebündelten Kompetenzen können und sollten wir einen wesentlichen Beitrag leisten und wichtige Impulse setzen. 

Wo liegen die Schwerpunkte in Bezug auf Kundenservice und Kundenzufriedenheit im fusionierten Unternehmen?

Lars Urbansky:

Beide Unternehmen haben den gleichen Fokus und sehen Kundenservice als einen wesentlichen Bestandteil des Geschäftsmodells. Dabei sind wir bisher etwas unterschiedliche Wege gegangen. Von der Zusammenführung beider Welten können unsere Kund:innen nur profitieren. Wir bündeln auch hier unsere Möglichkeiten sinnvoll, um für die Menschen, die bei uns wohnen, einen Mehrwert zu schaffen.

Konstantina Kanellopoulos:

In den Chancen der Digitalisierung liegt noch sehr viel Potenzial und das können wir gemeinsam jetzt noch schneller und besser nutzen – wie beim Thema Internet of Things. Gleichzeitig braucht es aber natürlich weiterhin den persönlichen Kontakt, also zum Beispiel den Hausmeister vor Ort. Moderner Kundenservice ist eine Kombination aus beidem: persönlicher Kontakt und digitale Services.

Im Rahmen des Zusammengehens wurde der gemeinsame Zukunfts- und Sozialpakt Wohnen mit der Stadt Berlin geschlossen. Warum haben Sie sich zu diesem Schritt entschlossen?

Konstantina Kanellopoulos:

Unser Zusammenschluss braucht Akzeptanz – insbesondere in Berlin. Deshalb war es wichtig, hier den Schulterschluss mit der Stadt Berlin zu suchen und Sorgen zu begegnen. Dazu gehört die Begrenzung der regulären Mieterhöhungen im Berliner Bestand auf durchschnittlich ein Prozent jährlich in den kommenden drei Jahren. Und auch die Begrenzung der Modernisierungsumlage auf maximal zwei Euro pro Quadratmeter.

Lars Urbansky:

Damit setzen wir ein klares Zeichen, dass es uns darum geht, gemeinsam unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und über das gesetzlich vorgegebene Maß hinaus die Mieten zu begrenzen und die Mieter:innen zu schützen.

Ein wichtiger Pfeiler für den Erfolg der Deutsche Wohnen sind ihre Mitarbeiter:innen. Was bedeutet der Zusammenschluß mit der Vonovia für sie?

Lars Urbansky:

Der Zusammenschluss beider Unternehmen bringt viel Veränderung und damit natürlich erst einmal auch Unsicherheit für die Mitarbeiter:innen mit sich. Aber in einer Veränderung liegen auch immer viele neue Chancen. Als Teil des Vonovia-Konzerns können wir unseren Mitarbeitenden neue Entwicklungsmöglichkeiten geben. Und die Größe unseres gemeinsamen Unternehmens kann in einer Branche, die im Umbruch steht, langfristig mehr Sicherheit bieten, als es die beiden Unternehmen allein gekonnt hätten.

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