Von Zukunfts­vorsorge und neuen Wegen

Die Deutsche Wohnen trägt das Wohnen in ihrem Namen und trotzdem sind wir ein Unternehmen, das die Grenzen der klassischen Wohnungswirtschaft überschritten hat. Das gilt zum Beispiel für unser Engagement, Pflegeplätze anzubieten, die es Menschen ermöglichen, in Würde zu altern, oder unsere Kompetenz im Bereich der digitalen Lösungen 
für die Immobilienwirtschaft, die wir erworben haben. Vernachlässigen wir dabei unser Kerngeschäft? Nein, wir schaffen und erhalten mit erheblichem Einsatz Wohnraum, der an vielen Stellen Mangelware ist. Der Grund hat sich auch im Berichtsjahr nicht geändert: Politik und 
Verwaltungen schaffen nicht die notwendigen Voraussetzungen. Es 
mangelt weder am notwendigen Kapital noch am Können, sondern schlicht an der Kraft und dem Willen, die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

Wir haben vor langer Zeit eine Ent­scheidung getroffen, von der wir zutiefst überzeugt sind: nachhaltig zu denken, zu planen, zu bauen und zu bewirtschaften. Vor dem Hintergrund des langen Lebenszyklus einer Immobilie müssen wir die sich ver­ändernden Ansprüche an das Wohnen schon heute antizipieren. Ein Beispiel: Wer heute ein Produkt im Supermarkt kauft, kann im Detail nachlesen, was darin steckt. Wir gehen davon aus, dass sich ein ähn­liches Bewusstsein auch beim Wohnen durchsetzen wird. Deshalb achten wir auf den Einsatz um­­weltfreundlicher Materialien bei der Sanierung oder dem Neubau von Wohnungen – mit dem Ziel, dass unsere Immobilien auch den An­­sprüchen zukünftiger Genera­tionen genügen werden.

Ein weiteres Thema, das uns in diesem Zusammenhang umtreibt, ist die Energieversorgung, denn bei der Erreichung der klimapolitischen Ziele kommt der Immobilienwirtschaft eine tragende Rolle zu. Wir setzen hier vor allem auf effizientere Erzeugungsanlagen und stellen zu­dem auf umweltfreundlichere Energieträger um – zum Beispiel von Öl auf Erdgas. In einem unserer denkmalgeschützten Berliner Bestände konzipieren wir zurzeit eine umweltschonende Wärme­versorgungslösung für 4.500 Wohnungen. Unser Ziel ist es, in den angeschlossenen Quartieren den CO2-Ausstoß um 70 % zu senken. Gleichzeitig achten wir darauf, dass unsere Anlagen bestmöglich in den bestehenden Siedlungs­charakter der Quartiere eingebettet werden. Die notwendigen Sanierungs­arbeiten in den Quartieren sind für die Be­wohner oft eine Belastung, denn sie sind mit Lärm, Schmutz und auch Kosten verbunden. Daher suchen wir mit unseren Mietern den direkten Austausch, sei es im Rahmen von Mieterveranstaltungen oder im persönlichen Gespräch. Dabei können wir auf engagierte Mitarbeiter zählen, die auf die Belange unserer Bewohner eingehen und individuelle, tragbare Lösungen vereinbaren.

Und Nachhaltigkeit hat bei uns noch eine weitere Facette bekommen: die Digitalisierung. Auch hier geht es im Kern um nachhaltigeres Wirtschaften. So macht die digitale Verwaltung unserer Gärten und Grünflächen mehr Umweltschutz möglich. Die digitale Steuerung von Fahrstühlen, Thermostaten in den Wohnungen oder dem Licht in den Außenanlagen spart Strom. Nicht zuletzt sparen die geplante digitale Erfassung und Präsentation jeder einzelnen Wohnung unseres Be­­standes Wege – auch bei Besichtigungen durch unsere Kunden.

Ich wünsche Ihnen eine anregende ­Lektüre!

Ihr

Michael Zahn
Vorstandsvorsitzender der
Deutsche Wohnen SE

 

 

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