Mehr Wohnraum, mehr Nachhaltigkeit

Die energetische Sanierung alter Wohnungen und der Bau neuer Wohnungen in einer Stadt, die unter Wohnungsmangel leidet, und das alles sozialverträglich. Das klingt nach der Lösung, die die richtige Antwort auf große Herausforderungen dieser Zeit ist. Genau das wird jetzt verwirklicht: in Berlin-Prenzlauer Berg, in der Grellstraße.

Der Schritt ins Leben begann für die Grellstraße etwas lieblos: Sie hieß im Bebauungsplan sehr schlicht Straße 19. Später wurde ein Teil von ihr nach August Eduard Grell benannt. Der 1800 geborene Musiker war unter anderem Direktor der Singakademie in Berlin. Heute ist die Grellstraße Teil des überaus beliebten und lebhaften Stadtteils Prenzlauer Berg. „Das Quartier der Deutsche Wohnen passt in jeder Beziehung gut in den Bestand des Unternehmens“, sagt David Weinert, Teamleiter technisches Projektmanagement bei der Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH. „Das Modernisierungsprojekt vereint sehr viel: energetische Sanierung, Nachverdichtung und die Architektur der 1930er-Jahre im Wohnungsbau.“ Dazu liegt das Quartier in der Innenstadt Berlins. Mit den Sanierungsarbeiten und Neubauten leistet die Deutsche Wohnen hier einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung und – erhaltung der Berliner Bezirke. Auch hier arbeitet die Deutsche Wohnen eng mit dem Bezirk zusammen und hat eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zur sozialverträglichen Umsetzung der Maßnahmen geschlossen. So gab es lange vor dem Beginn der Arbeiten – schon im Oktober 2017 – eine gemeinsame Informationsveranstaltung mit den Beteiligten des Bezirks für die Bewohner der Anlage.

Das Quartier Grellstraße in Zahlen

Baujahr: 1937
Häuser: 6 Bestandsgebäude, 2 Neubauten
Wohnungen: 253 Bestands- und 111 Neubauwohnungen
Investitionsvolumen: EUR 57,5 Mio.
CO2-Einsparung: 914 Tonnen pro Jahr bzw. 83 %
Zeitraum: 2019–2022

In weiteren Vor-Ort-Terminen wurden allen Mietern Gespräche angeboten; ein Angebot, das zwischen Oktober 2018 und Februar 2019 wahrgenommen wurde. Dabei konnten individuelle Fragen geklärt und die Maßnahmen im Detail erläutert werden. „So umfassende Arbeiten sind auch ein Einschnitt in das gewohnte Umfeld, die vertrauensvolle Kommunikation ist deshalb wichtig“, erklärt Lutz Reichert, Abteilungsleiter kaufmännisches Projektmanagement bei der Deutsche Wohnen Management GmbH, das kommunikative Vorgehen. „Sieben Kolleginnen und Kollegen unseres Teams hatten dabei ein offenes Ohr für alle Anliegen mit dem Ziel, im Einvernehmen eine Modernisierungsvereinbarung mit den Mietern zu schließen.“

Obwohl das Quartier nicht groß scheint, wird sehr viel bewegt: Im Zentrum steht die Sanierung und energetische Modernisierung von 253 Bestandswohnungen. Dazu kommen 111 neue Wohnungen, davon 48 in den Dachgeschossen. Zusätzlich werden die Außenanlagen neu gestaltet und drei neue Spielplätze errichtet. Dabei wird nachhaltig vorgegangen, wie David Weinert berichtet: „Beim Neubau legen wir ein Gründach an, das das Regenwasser wieder verdunsten lässt und gleichzeitig sehr gut dämmt. Dazu kommen eine Photovoltaikanlage und die Dachgeschossausbauten werden in Holzbauweise vorgenommen.“ Das ist noch nicht alles, denn in Zukunft wird Fernwärme zum Heizen über eine Zentralheizung mit Warmwasserbereitung eingesetzt. Auch bei den Fenstern wird Wert auf die bessere, nachhaltigere Lösung gelegt: Statt Kunststofffenstern werden Holzfenster mit dreifacher Verglasung eingesetzt. Fertiggestellt sein sollen die Arbeiten als Ganzes im Frühjahr 2022. Wichtige Bauabschnitte wie der Neubau, der Dachgeschossausbau oder die Außenanlagen sollen bereits 2021 abgeschlossen sein.

Weitere Artikel