Sanierung – mit 100 % Zustimmung

Die Illerstraße in Braunschweig liegt im Südwesten der ehemaligen Hansestadt an der Oker. Hier hat die Deutsche Wohnen im vergangenen Jahr einen Wohnblock aus den 1960er-Jahren mit vier Geschossen und 48 Wohnungen saniert – vom Erdgeschoss bis zum Dach und mit der vollen und ganzen Unterstützung der Mieter.

Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten sind mit Lärm, Staub und anderen Unannehmlichkeiten verbunden. Dazu kommt die Modernisierungsumlage, die die Miete möglicherweise erhöhen kann. Diese Umstände führen manchmal dazu, dass es zu Kritik und Widerstand gegen Maßnahmen kommt, die sinnvoll und notwendig sind. Das gilt vor allem für Vorhaben, die so umfangreich sind, wie dies im Jahr 2019 in der Illerstraße der Fall war. Trotzdem stimmten hier die Mieter der Wohnungen geschlossen zu. Woher die große Zustimmung kommt, erklärt Ivo Bönicke, Teamleiter im kaufmännischen Projektmanagement der Deutsche Wohnen Management GmbH: „Ich denke, dass den Mietern bewusst ist, dass sie von einer sinnvollen Kombination aus energetischer Sanierung und der gleichzeitigen optischen Aufwertung ihres Hauses profitieren. Dazu haben wir neben der umfassenden schriftlichen Ankündigung der Maßnahmen eine Mieterbetreuung vor Ort eingerichtet, die in Sprechstunden und telefonisch für alle Fragen erreichbar war.“

Bei der energetischen Sanierung wurde die nach der aktuellen Energieeinsparverordnung unzureichende Dämmung aus Polystyrol des vorherigen Besitzers entfernt. Für die neue Dämmung der Fassade, der Kellerdecke und der obersten Geschossdecke wurde vollständig Mineralwolle verwendet. „Wir hätten die neue Dämmung auch auf die alte aufsetzen können, aber schon aus Brandschutzgründen ist es besser, ganz auf Mineralwolle zu setzen“, erklärt René Liegner, technischer Projektleiter der Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH, das Vorgehen. Dazu wurde das Dach neu gedeckt und auch die Fenster ausgetauscht. Gerade diese Arbeiten sind belastend für die Mieter, aber auch hier gab es keine Kritik der Bewohner. Im Gegenteil: Einige Mieter bedankten sich für die gute und saubere Arbeit des Fensterbauers und waren mitunter überrascht, wie wenig „Nebenwirkungen“ diese Bauarbeiten hatten.

Das Quartier Illerstraße in Zahlen

Baujahr: 1960er-Jahre
Wohnungen: 48
Investitionsvolumen: EUR 3 Mio.
CO2-Einsparung: 32 Tonnen pro Jahr bzw. 59 %
Sanierungszeitraum: August 2019 – Juni 2020

Neben den klimaschonenden Maßnahmen wurde auch in die Verschönerung der Treppenhäuser und Hauseingänge investiert. Die Fenster und Hauseingangstüren sind in Anthrazit gehalten und die Wände sind mit ihrem gebrochenen Weiß freundlich und hell. Nicht zuletzt wurden die alten Steintreppen tiefengereinigt und aufgearbeitet. Nachdem die Arbeiten am Haus und an den Eingängen innerhalb des Jahres 2019 so gut wie abgeschlossen wurden, steht im Jahr 2020 die Außenanlage auf dem Programm. In Zukunft können sich hier auf einem ganz neuen Spielplatz die Kinder austoben und – typisch für die Deutsche Wohnen – wird es auch wieder einen naturnahen Bereich geben, der besonders bienenfreundlich gestaltet wird.

Bei allem war der Zeitplan sehr anspruchsvoll, denn die wichtigsten Arbeiten sollten bis zum Weihnachtsfest erledigt sein. Ein Ziel, das auch dank der beauftragten Bauunternehmen und Handwerker in der Umsetzung erreicht wurde, wie René Liegner feststellen kann: „Wir haben uns gefreut, dass die Mieter Weihnachten ohne ein Gerüst vor den Fenstern feiern konnten.“ Dazu beigetragen hat auch das gute und reibungslose Zusammenspiel des technischen und kaufmännischen Projektmanagements als Projektteam – gerade das ist bei umfangreichen Bauarbeiten die wichtigste Voraussetzung für den zügigen und erfolgreichen Abschluss im Sinne unserer Mieter.

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