Klimaneutraler Bestand der Deutsche Wohnen bis 2040

Michael Zahn

Chief Executive Officer der Deutsche Wohnen

„Die Klimawende entscheidet sich auch im Gebäudesektor, denn hier wird aktuell ein Drittel der nationalen CO₂‑Emissionen verursacht. Wir müssen uns daher als Branche ambitionierte Ziele setzen und diese konsequent nachhalten. Darum beschleunigen wir als Deutsche Wohnen unser Tempo auf dem Weg zu einem umweltfreundlichen Immobilienunternehmen. In weniger als 20 Jahren soll unser Gebäudebestand klimaneutral sein. Grundlage dafür ist eine Klimastrategie mit klaren Meilensteinen und effizienten Maßnahmen, die wir sozialverträglich umsetzen werden.“

Unser Klimapfad bis 2040

Wir haben uns ein ambitioniertes Klimaziel gesetzt und wollen unseren Bestand bis 2040 klimaneutral aufstellen. Im Kern zielen die verschiedenen Maßnahmen darauf ab, den Energiebedarf im Gebäudebestand zu minimieren und für den unvermeidlichen Energiebedarf möglichst wenig CO₂‑intensive Energieträger zu nutzen. Dadurch wird die Deutsche Wohnen die CO₂‑Intensität von aktuell 33 kg CO₂e/m² auf unter 12 kg CO₂e/m² bis 2040 reduzieren. Damit erreicht das Unternehmen den unter anderem von der Initiative Wohnen 2050 (IW.2050) als maßgeblich definierten Zielkorridor für einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand.

<p><em>1) Der dargestellte Klimapfad ist auf Basis des CO₂&#8209;Technologie&#8209;Tools der Initiative Wohnen 2050 (IW.2050) berechnet (exkl. Pflegeheimen). Dieser wird branchenweit als Grundlage für die Festlegung verwendet. Der Zielkorridor von &lt;12 kg CO₂e/m² wird aus dem verfügbaren CO₂&#8209;Budget der Branche abgeleitet und gilt branchenweit als zum Erreichen der Klimaneutralität im Gebäudesektor akzeptierter CO₂&#8209;Ausstoß.</em></p>
<p><em>2) Diese Kennzahl stellt die theoretische CO₂&#8209;Intensität pro m² für ein bestimmtes Produktcluster eines Standardhauses mit bauzeitlichen Standards dar.</em></p>

1) Der dargestellte Klimapfad ist auf Basis des CO₂‑Technologie‑Tools der Initiative Wohnen 2050 (IW.2050) berechnet (exkl. Pflegeheimen). Dieser wird branchenweit als Grundlage für die Festlegung verwendet. Der Zielkorridor von <12 kg CO₂e/m² wird aus dem verfügbaren CO₂‑Budget der Branche abgeleitet und gilt branchenweit als zum Erreichen der Klimaneutralität im Gebäudesektor akzeptierter CO₂‑Ausstoß.

2) Diese Kennzahl stellt die theoretische CO₂‑Intensität pro m² für ein bestimmtes Produktcluster eines Standardhauses mit bauzeitlichen Standards dar.

Das Ziel, Klimaneutralität bereits 2040 zu erreichen, baut auf den Vorleistungen der Deutsche Wohnen auf. Die Deutsche Wohnen verfügt dank kontinuierlicher Investitionen in die Gebäudehüllen, Haustechnik und energetische Erneuerung bereits heute über ein im Vergleich mit der Branche klimafreundliches Portfolio. So hat das Unternehmen bereits vor vielen Jahren damit begonnen, die Gebäudesubstanz und Wärmeerzeugungsanlagen zu modernisieren, Blockheizkraftwerke einzusetzen und auf umweltfreundlichere Energiequellen umzustellen. Zudem werden bereits heute rund 90 % des Allgemeinstrombedarfs im vermieteten Gebäudebestand mit zertifiziertem Strom aus 100 % Wasserkraft gedeckt. Diese gute Ausgangslage wird die Deutsche Wohnen durch weitere gezielte Investitionen in den kommenden Jahren, insbesondere durch den Ausbau der dezentralen Wärmeversorgung mittels Blockheizkraftwerken und den Einsatz von erneuerbaren Energien weiter verbessern. Der Ausbau von Photovoltaikanlagen wird die Quartiere schrittweise mit regenerativem Strom versorgen. Auch der Neubau klimaschonender Immobilien und die Gebäudeautomation sowie smarte Anwendungen zur Heizungssteuerung werden auf das Ziel der Klimaneutralität einzahlen.

Unser Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität

Wir haben fünf maßgebliche Handlungsfelder identifiziert, mit denen wir die Klimaneutralität unseres Gebäudebestands erreichen wollen:

CO₂‑arme Wärme- und Stromerzeugung: Wir investieren in die energiewirtschaftliche Sektorenkopplung von dezentraler Wärmeerzeugung und effizienter Kraft‑Wärme‑Kopplung, regenerativer Stromerzeugung und Ladeinfrastruktur für E‑Mobilität.

Energetische Sanierung: Wir sanieren unser Portfolio nach dem Maßstab der Energieeffizienz und tragen so zu einer besseren Klimabilanz unseres Gebäudebestands bei.

Grüne Energie: Mit einem kontinuierlich steigenden Anteil der Fernwärmenutzung senken wir signifikant den Primärenergiefaktor unseres Endenergieverbrauchs und bauen so die klimafreundliche Wärmeversorgung aus.

Klimafreundlicher Neubau: Ein wichtiger Investitionsschwerpunkt liegt auf dem ressourcenschonenden Neubau für den Bestand mit hohen energetischen Standards, basierend auf dem Zertifizierungssystem der DGNB nach dem Gold‑Standard. Zudem streben wir den KfW‑55‑Standard an, der mit einem 20 % niedrigeren Energiebedarf, gemessen an der derzeit gültigen EnEV, verbunden ist.

Gebäudeautomation: Unseren Mieter:innen ermöglichen wir, durch die automatisierte Verbrauchssteuerung Energie zu sparen und unterstützen sie, mit Smart‑Home‑Lösungen selbst klimafreundlicher zu handeln.

Den Weg zu einem klimaneutralen Bestand möchten wir gemeinsam mit unseren Mieter:innen gehen.

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