Michael Zahn

Chief Executive Officer der Deutsche Wohnen

Liebe Leser:innen,

2020 war ein Jahr, das sehr viel verändert hat – der Erreger SARS-CoV-2 war und ist noch bestimmend für die Welt und stellt unser Land, die Menschen und uns als Unternehmen auf die Probe. Doch in der Krise zeigt sich die Stärke einer Gesellschaft – davon bin ich überzeugt. Weil wir als ein Teil der Immobilienwirtschaft im Vergleich mit anderen Branchen von der Pandemie weniger beeinträchtigt waren, haben wir im Frühjahr 2020 beschlossen, unsere Stärke zu nutzen und zu helfen. Nicht mit guten Worten, sondern mit Taten.

Unsere Mieter:innen müssen sich wegen der Krise keine Sorgen um die eigene Wohnung machen und wir stehen selbstverständlich weiterhin zu unserem Mieterversprechen. Gleichzeitig möchten wir auch unsere Gewerbemieter:innen, kleine Betriebe und Dienstleistungsunternehmen sowie soziale Organisationen und Vereine unterstützen, denen wir in langer Partnerschaft verbunden sind. Für alle galt und gilt: Wer in Not ist, kann sich an uns wenden, weil wir einen Hilfsfonds mit 30 Millionen Euro aufgesetzt haben. Möglich wurde das auch durch die Mithilfe unserer Investor:innen, die für den Fonds auf einen Teil ihrer Dividende verzichtet haben.

Neben der Coronakrise sind aber auch die altbekannten Herausforderungen geblieben und haben nichts von ihrer Dringlichkeit verloren. Da ist zunächst der Klimawandel, zu dem die Immobilienwirtschaft bekanntlich einen großen Teil beiträgt. Hier haben wir im vergangenen Jahr einen Vorschlag gemacht, wie man die energetische Gebäudesanierung in Deutschland erheblich voranbringen kann, ohne die Mieter:innen zu stark zu belasten.

Ein weiterer und unsere Gesellschaft schon seit langer Zeit begleitender Umstand ist das Fehlen von modernem und energieeffizientem Wohnraum in den Wachstumsregionen des Landes. Mit dem Erwerb der Isaria München Projektentwicklungs GmbH und unserer Beteiligung an der QUARTERBACK Immobilien AG tragen wir in Zukunft verstärkt zur Lösung dieses Problems bei. In den nächsten Jahren werden klimaschonend rund 18.000 neue Wohnungen in deutschen Metropolregionen gebaut. In diesem Rahmen beschäftigt uns eine weitere Herausforderung unserer Zeit: die älter werdende Gesellschaft. Auch hier investieren wir in den kommenden Jahren, um Wohn- und Pflegeangebote für ältere Menschen zu schaffen, die sowohl modernen Standards als auch individuellen Anforderungen an das Wohnen im Alter entsprechen.

Zu den erfreulichen Seiten des letzten Jahres gehörte, dass wir zum dritten Mal in Folge die Ergebnisse unserer jährlichen Mieterbefragung verbessern konnten. So stieg die Zufriedenheit mit der Deutsche Wohnen im Jahresvergleich von 78 % auf 82 %. Das zeigt, dass wir mit unseren Maßnahmen zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit auf dem richtigen Weg sind.

Und es gibt noch etwas Neues, das haben Sie vielleicht schon bei der Begrüßung bemerkt: Wir gehen bei der gendergerechten Sprache einen Schritt weiter als bisher. Aus einem sehr guten Grund: Bei der Deutsche Wohnen möchten wir alle Menschen gleichbehandeln – auch sprachlich.

Ihr
Michael Zahn
Chief Executive Officer der Deutsche Wohnen