Eine Brache wird zum lebenswerten Quartier

Weil neue Wohnungen gebraucht werden, lohnt der Blick auf altbekannte Flächen. Vieles, was früher intensiv genutzt wurde, liegt heute brach. Das gilt etwa für militärisch, gewerblich oder landwirtschaftlich genutzte Flächen und das Stichwort heißt Konversion. Die Deutsche Wohnen arbeitet an vielen Orten daran, alten Raum zu Wohnorten von morgen zu machen.

Ein Beispiel ist ein historisch wertvolles Gelände am Ufer der Dahme im Osten Berlins, auf dem ein neues Quartier geplant ist. Hier steht heute noch die alte Villa des bekannten Berliner Meiereibesitzers Carl Bolle mit ihrem geschützten Garten. Sie wird denkmalgerecht wiederhergerichtet und die umliegende brachliegende und unzugängliche Fläche wird bebaut. Fast 1.200 neue Wohnungen sowie Flächen für Cafés, Geschäfte und Büros sollen hier entstehen. Außerdem wird es auch eine Kita und Betreutes Wohnen unter einem Dach geben. Aber das ist noch längst nicht alles, was das neue Quartier für Juergen Bischof, den Projektleiter der Deutsche Wohnen, besonders macht: „Dieses Projekt ist sehr wichtig für den ganzen Stadtteil, denn wir öffnen das Areal mit dem Zugang zum Wasser für alle Menschen in Köpenick, was bisher nicht gegeben war.“ Dazu wird das neue Quartier auch nach Abschluss der Bauarbeiten sehr viel Grün zeigen.

Das Projekt in Kürze

Ein neues Stadtquartier mit Wohnungen, Gewerbe, Kita und Betreutes Wohnen; Neubau von 64 Gebäuden und Sanierung der vorhandenen denkmalgeschützten Bebauung

  • Lage: am Wasser, direkt an der Dahme, mitten in Berlin-Köpenick
  • Grundstücksfläche: 156.000 m2 = ca. 21 Fußballfelder
  • Anzahl der Wohnungen: ca. 1.200
  • Anzahl der Wohneinheiten für Betreutes Wohnen: 41
  • Baubeginn: 2020
  • Voraussichtliche Fertigstellung: 2026

Grün – ist auch das Bauen

Wie bei allen Neubauvorhaben der Deutsche Wohnen streben wir auch bei dem Projekt Marienufer eine Zertifizierung gemäß den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – kurz DGNB – an. Dafür werden, je nach Gebäudetyp, bis zu 40 Kriterien aus verschiedenen Bereichen geprüft: Ökologie und Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, aber zum Beispiel auch Technik und Prozesse. Ergänzend sollen Photovoltaikanlagen für Strom sorgen und 20 % der Stellplätze für Elektrofahrzeuge vorgesehen sein. Eine zentrale Paketstation für alle soll den Verkehr im Quartier reduzieren und ein Mobilitäts-Hub mit einem zentralen Angebot für Car-, Scooter- und Bikesharing die Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs ergänzen.

Ein alter Weg als etwas ganz Besonderes

Etwas ganz Außergewöhnliches ist für Juergen Bischof etwas ganz Altes: „Es gibt noch Reste des historischen Pflasters auf der ‚Marienhainallee‘, die den zentralen Weg über das Gelände bildet. Dieses Pflaster stellen wir auf 500 m wieder her und machen aus dem Weg eine Obstbaumallee. Damit wollen wir daran erinnern, dass hier die Humboldt-Universität einen Garten betrieben hat.“

<p>Rechts im Bild: Juergen Bischof, Projektleiter der Deutsche Wohnen</p>

Rechts im Bild: Juergen Bischof, Projektleiter der Deutsche Wohnen

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