Energie im Wandel – Experten im Austausch

Sozialverträglicher Klimaschutz im Gebäudesektor ist machbar – so der Tenor einer Konferenz, bei der die Deutsche Wohnen ihr Konzept für einen sozialverträglichen Klimaschutz mit Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierte.

Die Folgen des Klimawandels sind heute schon spürbar – das ist allen Expert:innen, die an diesem Treffen teilnahmen, klar. Es muss dringend etwas getan werden, um sogenannte Kippmomente wie die Versteppung von Regenwaldflächen oder das Abschmelzen der Polkappen zu verhindern. Dass hierzu auch die Wohnungswirtschaft einen entscheidenden Teil beitragen muss, führte Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes, in seinem Impulsvortrag auf der Konferenz eindrücklich aus. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Immerhin ist dieser Wirtschaftsbereich für 35 % des Endenergieverbrauchs und etwa 30 % der CO2-Emissionen verantwortlich.

Das Konzept der Deutsche Wohnen ist ein Vorschlag, wie der Klimaschutz im Gebäudesektor vorangebracht werden kann. Eine Voraussetzung hierfür ist die Lösung des Klimaschutz-Wohnkosten-Dilemmas. Mit dem Finanzierungsmodell für energetische Sanierungen werden Anreize für Vermieter:innen und Selbstnutzer:innen geschaffen und gleichzeitig Mietende durch den Energie- und Klimafonds entlastet.

»Das Klimaschutz-Wohnkosten-Dilemma ist lösbar, wie unser Konzept für einen sozialverträglichen Klimaschutz zeigt.«

Michael Zahn
Chief Executive Officer der Deutsche Wohnen

Dieser Punkt wird durch die wissenschaftliche Untersuchung zum Konzept der Deutsche Wohnen bestätigt, deren Kernaussagen Prof. Dr. Michael Voigtländer, Immobilienexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, auf der Veranstaltung vorstellte. In seinem Vortrag erinnerte er zudem daran, dass es oft einkommensschwache Menschen sind, die in alten und nicht sanierten Gebäuden wohnen.

»Es muss gelingen, die Interessen von Vermietern und Mietern zu vereinen – mit einem Instrument, das die Aspekte Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit sinnvoll verknüpft.«

Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanz- und Immobilienmärkte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)

Vertieft wurde das Thema in der anschließenden Diskussion, an der neben Michael Zahn und Prof. Dr. Michael Voigtländer auch Dr. Jan-Marco Luczak (MdB, CDU), Christian Kühn (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Sabine Nallinger (Vorständin Stiftung 2°) und Michael Lowak (Segment CEO Immobilienwirtschaft des Energiedienstleistungskonzerns GETEC Group) teilnahmen.

Das Fazit: Es besteht Übereinstimmung darin, dass man im lange übersehenen Immobiliensektor endlich emissionssenkend aktiv werden muss, um die klimapolitischen Ziele zu erreichen. Und die Expert:innen sehen im Modell der Deutsche Wohnen einen interessanten Ansatz, den Klimaschutz im Gebäudesektor sozialverträglich voranzubringen und der gemeinsamen Verantwortung gerecht zu werden.

»Wir fühlen uns natürlich den Klimaschutzzielen von Paris verbunden. Bis 2050 wollen wir einen klimaneutralen Gebäudebestand erreichen.«

Dr. Jan-Marco Luczak (MdB), Sprecher für Recht und Verbraucherschutz, CDU/CSU-Bundestagsfraktion

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