Der Zukunft verbunden

Grüner Mieterstrom und grüner Strom für die Elektromobilität: 1.000 Photovoltaikanlagen wird die Deutsche Wohnen auf den Dächern von vielen Quartieren des Unternehmens errichten. Dazu kommen 2.000 Ladestationen für Elektrofahrzeuge. „Ein wichtiger Beitrag für die Energiewende in der Großstadt“, sagt Stefan Haake, Geschäftsführer der Deutsche Wohnen Technology GmbH.

Herr Haake, in einem Projekt 1.000 Dächer mit Photovoltaikanlagen auszustatten, das dürfte in der deutschen Wohnungswirtschaft nicht allzu häufig vorkommen, oder?

Das stimmt, aber wir haben uns das Ziel gesetzt, unsere Bestände dezentral mit Energie zu versorgen, um unseren Bewohner:innen in den Häusern den so erzeugten grünen Mieterstrom direkt zur Verfügung zu stellen. Und da wollen wir klotzen und nicht kleckern. Warum? Weil das Thema wichtig ist, denn noch immer entsteht ein erheblicher Teil des Energiebedarfs in Deutschland im Gebäudesektor. Gleichzeitig besteht das Ziel, bis zum Jahr 2050 den Gebäudebestand klimaneutral zu bekommen.

Aber die Deutsche Wohnen könnte doch einfach grünen Strom einkaufen und ihren Mieter:innen anbieten.

Viel besser ist es, wenn man die Energie, die man in den Gebäuden braucht, dort erzeugt, wo sie gebraucht wird, und nicht über lange Leitungswege dorthin schafft. Dadurch werden Ressourcen geschont und Stromnetze entlastet.

Wie viel Kohlendioxid werden die 1.000 Anlagen bundesweit einsparen?

Bereits kleine Photovoltaikanlagen mit einer Spitzenleistung von 38 Kilowatt peak (kWp) sparen durch dezentrale Stromerzeugung jährlich ca. 14 Tonnen CO2 ein. Das heißt, in Summe aller Anlagen sind das dann 14.000 Tonnen CO2, die wir jährlich einsparen können. Zum Vergleich: Um jährlich eine Tonne CO2 zu kompensieren, müsste man ca. 80 Bäume pflanzen.

Wie viel investiert die Deutsche Wohnen in dieses Projekt?

Für die Photovoltaikanlagen gehen wir von Kosten in Höhe von rund 50 Millionen Euro aus. Parallel zum Ausbau der Photovoltaikanlagen soll die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in den Wohnquartieren der Deutsche Wohnen massiv ausgebaut werden. In diesem Rahmen sind 2.000 sogenannte Ladepunkte in ganz Deutschland geplant. Damit setzen wir ein klares Zeichen für die Mobilitätswende in den Städten. Hierfür investieren wir noch einmal rund 25 Millionen Euro.

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