Check: klimafreundlich – klimafair

„Je üppiger die Pläne blühen, umso verzwickter wird die Tat“, so Erich Kästner. Tatsächlich gilt das auch für den Klimaschutz: Sehr viele halten ihn für unerlässlich und die Pläne zur Erreichung der notwendigen Ziele sind ambitioniert. Wenn es jedoch um die Finanzierung des Klimaschutzes geht, finden die meisten, dass diese vor allem eine Sache der anderen ist.

Das unterscheidet das Konzept der Deutsche Wohnen von vielen anderen Plänen, denn es beteiligt alle an den notwendigen Investitionen, ohne einzelne Gruppen zu überfordern. Ob dieses Konzept tatsächlich funktionieren kann, sollte wissenschaftlich geprüft werden: durch eine Studie zur Umsetzbarkeit des Konzepts des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Die Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft kamen zu der Empfehlung, den Ansatz der Deutsche Wohnen zum Fundament eines schlüssigen Konzepts für den gesamten Gebäudesektor zu machen. In diesem Gesamtkonzept müssten weitere Maßnahmen sinnvoll kombiniert und den Akteuren ein verlässlicher Investitionsrahmen geboten werden.

Die Kernaussagen der Studie:

1.
Um den nahezu klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 zu erreichen, ist eine Steigerung der Sanierungsquote von derzeit 1 % auf 2,5 % jährlich notwendig. Das erforderliche Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 498 Mrd. Euro bis zum Jahr 2050.

2.
Etwa 72 % aller vermieteten Immobilien in Deutschland wurden vor 1978 errichtet und weisen ein hohes Modernisierungspotenzial auf. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen bis zum Jahr 2050 jährlich 1,04 Mio. Wohnungen durch Wärmeschutzmaßnahmen energetisch ertüchtigt werden.

3.
Die angestrebte EKF-Förderung der energetischen Modernisierungen löst das Klimaschutz-Wohnkosten-Dilemma, indem sie die Durchführung von energetischen Modernisierungen erleichtert und gleichzeitig unmittelbare Mehrbelastungen für die Mietenden vermeidet.

4.
Die Mieter:innen werden durch das EKF-Förderungsmodell im Vergleich zum bestehenden Mietrecht in den ersten Jahren nach der Modernisierung erheblich entlastet. Rund 123 Mrd. Euro sparen allein Mietende bis 2050, das sind rund 4 Mrd. Euro pro Jahr.

5.
Infolge der Sanierungsoffensive sinken die CO2-Emissionen im Gebäudesektor von aktuell 121 Mio. Tonnen auf 74 Mio. Tonnen im Jahr 2030 und auf 33 Mio. Tonnen im Jahr 2050.

6.
Damit nicht genug: Langfristige Klima-Folgeschäden werden durch die Reduktion des fossilen Brennstoffverbrauchs vermieden. Dadurch werden zusätzlich 179 Mrd. Euro beziehungsweise durchschnittlich 6 Mrd. Euro jährlich eingespart.

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