Wir lassen mit uns reden

Baumaßnahmen sind für Mieter oft nicht nur mit Lärm und Staub verbunden, sondern dazu auch mit Unsicherheit und Ängsten behaftet. Hier hilft das offene Gespräch am besten: vor und während der Bauarbeiten. Dafür, dass bei unseren Baumaßnahmen vor Ort alles möglichst reibungslos funktioniert, sorgt Sylvia Reinefeld. Sie ist Projektleiterin für die Mieterbetreuung bei der Deutsche Wohnen und kennt beide Sichtweisen – die der Mieter und die der Bauleitung – und kann deshalb besonders gut vermitteln.

Sylvia Reinefeld
Sylvia Reinefeld

Frau Reinefeld, was macht eine Projektleiterin für die Mieterbetreuung in erster Linie?

Die Mieterbetreuung ist bei Bau- und Modernisierungsmaßnahmen die zentrale Schnittstelle zwischen den Mietern, dem Unternehmen und der Bauleitung. Sie hört alles, sieht alles und spricht mit allen, und das immer auch aus Sicht der Mieter. Dabei ist meine Position in dieser Form in der deutschen Immobilienwirtschaft etwas Besonderes.

Warum?

Zum einen bin ich fest angestellt und arbeite im Unternehmen selber. Das heißt, ich kenne das Unternehmen, habe einen kurzen Weg zu den Wohnungsverwaltern und zu denen, die für die Baumaßnahmen verantwortlich sind. Zum anderen habe ich – und das ist ganz im Sinne unserer Mieter – das fachliche Wissen, wenn es um das Bauen geht. Außerdem habe ich wesentlich weitreichendere Kompetenzen, als das gemeinhin üblich ist. Das heißt, ich kann auch Entscheidungen treffen, wenn es bei Baumaßnahmen um Rücksichtnahme auf die Mieter geht. Selbstverständlich in Absprache mit allen anderen Beteiligten.

Zu Ihrer Arbeit gehörte im vergangenen Jahr auch die Betreuung der Mieter bei den Modernisierungsarbeiten in der Borussiastraße in Berlin-Tempelhof mit rund 570 Wohnungen?

Ja und das war ein Projekt, bei dem es zu Beginn leider kommunikative Schwierigkeiten zwischen den Mietern und einem externen Dienstleister gab und die Mieter dem Vorhaben entsprechend skeptisch gegenüberstanden. Wir haben dann die berühmte Reißleine gezogen und noch einmal ganz von vorne begonnen zu erklären, was wir warum und wie planen. Mit Erfolg, denn die Mieter stehen heute zum allergrößten Teil hinter den Arbeiten und der Ton hat sich auch schnell wieder normalisiert – und das tut allen Beteiligten gut.

Haben Sie bei Ihrer Arbeit ein grundsätzliches Vorgehen? Jedes Modernisierungsprojekt ist doch sicher anders.

Das stimmt, aber die Mittel und Wege sind trotzdem immer ähnlich. Dazu haben wir ein detailliertes Qualitätsmanagement mit über 30 Vorlagen und Prozessbeschreibungen entwickelt und in digitaler Form zusammengestellt. Damit wissen alle Mitarbeiter im Rahmen der Mieterbetreuung genau, was wann zu tun ist und welche Werkzeuge zur Verfügung stehen. Dazu braucht es dann noch Empathie und die Freude daran, auf andere Menschen offen zuzugehen.

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