Altes schützen

Mit rund 30.000 Wohneinheiten zählt die Deutsche Wohnen zu den größten Eigentümern von denkmalgeschützten Wohnimmobilien in Deutschland. Kurz: Wir wissen, wie man Verantwortung für Bewahrenswertes übernimmt. Und wir wissen auch, dass notwendige Modernisierungen nur mit den Mietern gemeinsam zu einem Erfolg werden.

Inklusiver Spielplatz inklusive

Die Spring-Siedlung liegt mitten in Berlin-Kreuzberg und ist nach dem englischen Wort für Frühling benannt. Der Grund: Das Quartier entstand nach dem Krieg mit Hilfe der USA. Zurzeit erlebt die Siedlung mit den Modernisierungsmaßnahmen, die im Jahr 2016 begonnen haben, ihren zweiten Frühling. „Seit 2016 sanieren wir die 18 Gebäude mit ihren insgesamt 1.254 Wohnungen und sind dabei im Jahr 2019 noch einmal ein gutes Stück vorangekommen“, sagt der technische Projektleiter David Weinert. Wie Weinert berichtet, wurden neben der Modernisierung von Aufzügen und Eingängen sowie der letzten Strangsanierung auch Projekte ausgeführt, die im Bereich von Mietwohnungen eher ungewöhnlich sind: „Bei zwei Häusern haben wir Gründächer geschaffen, die dafür sorgen, dass das Regenwasser verdunsten kann, was zur Verbesserung des Stadtklimas und der Luftreinheit beiträgt. Zudem wird der sommerliche Wärmeschutz verbessert.“ Zweifellos etwas ganz Besonderes ist auch der bereits fertiggestellte inklusive Spielplatz, dem noch zwei weitere folgen sollen. Ein inklusiver Spielplatz wird so angelegt, dass ihn auch Kinder im Rollstuhl benutzen können. So gibt es zum Beispiel einen Hochsandkasten und eine Brücke, die auch mit dem Rollstuhl richtig Spaß macht. Überhaupt stechen die Außenanlagen hervor: insektenfreundliche Wildblumenwiesen, Ladestationen für vier E-Autos und es werden unter anderem Pflanzen nachgepflanzt, die auch essbar sind. Das Ende der Modernisierungsmaßnahmen ist für das Jahr 2020 geplant.

Inklusiver Spielplatz, Spring-Siedlung, Berlin-Kreuzberg
Inklusiver Spielplatz, Spring-Siedlung, Berlin-Kreuzberg

Behutsame Sanierung im Süden Berlins
Im Jahr 2019 wurden in Berlin-Zehlendorf die Instandhaltungsarbeiten an 380 Wohnungen größtenteils abgeschlossen. Im Mittelpunkt standen hier vor allem die behutsamen Sanierungsarbeiten am Dach, an der Fassade und den Hauseingängen. Die Häuser aus den 1930er-Jahren stehen selbst nicht unter Denkmalschutz, aber sie grenzen direkt an die unter anderem von Bruno Taut geschaffene Waldsiedlung entlang der Argentinischen Allee. Entsprechend wurde beim Farbkonzept Wert darauf gelegt, dass die Zusammengehörigkeit der Häuserzeilen deutlich wird. „Etwas Besonderes war dabei die energetische Aufwertung der historischen Kastendoppelfenster“, erklärt der technische Projektleiter Jendrik Kruse. „Wir haben diese nicht ausgetauscht, sondern mit Fräsarbeiten dafür gesorgt, dass in die Innenflügel breiteres Isolierglas eingesetzt werden konnte – Fenster für Fenster.“ Das Dach wurde mittels einer zusätzlichen Bahn verstärkt und abgedichtet. So war es möglich, das alte Dach zu erhalten und erhebliche Mengen an Müll einzusparen. Zur Kellerdeckendämmung wurde Mineralwolle statt Kunststoff genutzt. Im Rahmen der Arbeiten gab es einen intensiven Austausch mit den Mietern, zu dem neben zwei Mieterversammlungen auch ein Treffen mit der Mieterinitiative und ein Mieterspaziergang gehörten. Anfang 2020 wurde mit der Sanierung der Treppenhäuser sowie der Gestaltung der Außenanlagen unter Berücksichtigung des reichen Baumbestandes begonnen.

 Argentinische Allee, Berlin-Zehlendorf
Argentinische Allee, Berlin-Zehlendorf

Im Dreiklang: Sanierung, Aufstockung und Neubau

Sanierung, Aufstockung und Neubau sind in einer Stadt wie Berlin erst einmal eine gute Nachricht. Manche der Mieter vor Ort sehen die Maßnahmen aber auch mit Sorge. In der Grellstraße im Prenzlauer Berg ist die Deutsche Wohnen den Mietern auf vielen Wegen entgegengekommen. Der Bezirk und das Unternehmen haben dazu eine gemeinsame Vereinbarung getroffen. „Wir haben Einzelgespräche mit den Mietern geführt, um Verständnis für die Arbeiten geworben und Härtefälle selbstverständlich berücksichtigt“, berichtet Lutz Reichert, kaufmännischer Projektleiter. Das Projekt besteht dabei aus mehreren Teilen: Zur Modernisierung von 253 Bestandswohnungen kommen 48 aufgestockte Dachgeschosswohnungen, der Neubau von 63 weiteren Wohnungen und die Gestaltung der Außenanlagen. Die Modernisierungsarbeiten sowie der Neubau haben 2019 begonnen, der Beginn der Dachaufstockung ist 2020 geplant. Die umfangreichen Arbeiten werden dann im Frühjahr 2022 abgeschlossen sein.

Grellstraße, Berlin-Prenzlauer Berg
Grellstraße, Berlin-Prenzlauer Berg

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